Berlin, Deutsche Oper: LA SONNAMBULA, 26.01.2019

Erstellt von Kaspar Sannemann | |   La Sonnambula

Melodramma in zwei Akten | Musik: Vincenzo Bellini | Libretto: Felice Romani | Uraufführung: 6. März 1831 in Mailand | Aufführungen in Berlin: 26.1. | 2.2. | 7.2. | 10.2. | 19.5. | 25.5.2019

Kritik: erscheint am 27.1. ab 13 Uhr an dieser Stelle

Inhalt:

Ort: Ein Dorf in den Schweizer Bergen

Amina, die schöne Adoptivtochter der Müllerin Teresa, und der wohlhabende Bauer Elvino wollen heiraten. Amina wird auf dem Dorfplatz vom Chor der Dorfbewohner begrüsst, nur Lisa, die Wirtin der Dorfschenke, ist eifersüchtig, da sie selber in Elvino verliebt ist (den in sie verliebten Alessio weist sie zurück). Als Elvino mit einem Notar eintrifft und Amina den Ring an den Finger stecken will, taucht Graf Rodolfo inkognito auf. Er ist der neue Feudalherr des Ortes, war aber lange fort. Er macht der hübschen Amina Komplimente. Elvino zieht sich eifersüchtig-beleidigt zurück. Teresa warnt vor dem nächtlichen Gespenst, welches in letzter Zeit im Dorf gesichtet wurde.

Im Gasthof besucht Lisa Rodolfo auf dessen Zimmer, gerade als die schlafwandelnde Amina eintritt, und auf ein Sofa sinkt. Lisa versteckt sich und Amina wird von den Dorfbewohnern in Gegenwart des verwirrten Rodolfo gefunden. All ihre Unschuldsbeteuerungen nutzen nichts und sie wird von Elvino verstossen.

Trotz der Versöhnungsversuche des Grafen bleibt Elvino stur. Er wirft Amina ihre Treulosigkeit vor und will nun Lisa heiraten. Auf dem Weg zur Hochzeit konfrontiert Teresa Lisa mit deren Umhang, welcher in Rodolfos Zimmer gefunden wurde. Elvino gerät erneut in Zorn und lässt auch diese Hochzeit platzen. Nach Einbruch der Dunkelheit taucht Amina schlafwandelnd vor den Dorfbewohnern auf einem Dach auf. Sie gesteht Elvino - immer noch schlafwandelnd - ihre Liebe. Dieser erkennt seinen Irrtum. Auf Geheiss des Grafen streift er Amina den Verlobungsring wieder über. Happy End?

Werk:

LA SONNAMBULA gehört zu den populärsten Opern Bellinis. Sie enthält mit der Amina eine Paraderolle für einen lyrischen Koloratursopran: Der Reigen der berühmten Interpretinnen reicht von Giuditta Pasta (Uraufführung) zu Jenny Lind und Maria Malibran. Im letzten Jahrhundert feierten Maria Callas, Joan Sutherland, Toti dal Monte und Edita Gruberova mit der Rolle Triumphe. Es existiert eine kriitische Neuedition von Alessandro Roccatagliati und Luca Zoppelli, welche z.B. 2008 von Cecilia Bartoli (Leitung Thomas Hengelbrock) in Baden-Baden aufgeführt wurde und auch der Einspielung von Natalie Dessay (Pidó) zugrunde liegt.

Die durchgehend lyrische Grundstimmung des Werks wird nur durch wenige buffoneske Einschübe durchbrochen.

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