Willkommen in der Welt der Oper, des Konzerts, des Balletts

Auf dieser Seite finden Sie Kritiken meiner Opern- und Konzertbesuche und bekommen Informationen rund um Spielpläne und Opernhäuser (vorwiegend aus der Schweiz und aus Deutschland). Die Premierenberichte erscheinen wann immer möglich am Tag nach der Premiere und damit in aller Regel vor den Printmedien. Kommentare und eigene Eindrücke von BesucherInnen dieser Seite sind ausdrücklich erwünscht. Ich wünsche allen viele unvergessliche, spannende und aufwühlende Opernbesuche. 

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Zürich: IL TURCO IN ITALIA

Erstellt von Kaspar Sannemann | |   Il Turco in Italia

Dramma buffo in zwei Akten | Musik: Gioachino Rossini | Libretto: Felice Romani | Uraufführung: 14. August 1814 in Mailand | Aufführungen in Zürich: 28.4. | 2.5. | 5.5. | 10.5. | 14.5. | 18. 5. | 23.5. | 26.5. | 29.5.2019

Kritik: erscheint am 29.4. ab 12 Uhr an dieser Stelle

Inhalt:

Ein Poet sucht Ideen für eine Komödie. Er findet die Inspiration durch verschiedene Charaktere in seinem Umfeld. Da sind zum Beispiel Don Geronio, welcher unter den Launen seiner jungen, lebenslustigen Gattin Fiorilla leidet, oder Zaida, welche vom Türken Selim verstossen wurde.

Selim kommt in Italien an, Fiorilla ist von ihm fasziniert und die beiden beginnen zu flirten. Der Dichter freut sich über die Verwicklungen, doch da ist auch noch Fiorillas Liebhaber Narciso, welcher das alles überhaupt nicht lustig findet. Unterdessen versöhnen sich auch Zaida und Selim wieder, doch Fiorilla ist nicht gewillt, Selim mit einer Rivalin zu teilen. Der Dichter bekommt ein erstes, turbulentes Finale für seine Komödie.

In einer umwerfend komischen Szene bietet Selim Geronio an, ihm nach türkischem Brauch die Gattin abzukaufen. Geronio seinerseits bietet dem Türken nach italienischem Brauch Prügel an. Der Dichter berichtet von einem Fest, auf dem Fiorilla von Selim entführt werden sollte. Geronio solle dort ebenfalls als Türke verkleidet erscheinen. Narciso hat die Unterhaltung mitgehört und beschliesst, dort ebenfalls als Türke zu erscheinen. Auch Zaida trifft dort verkleidet ein. Nach einigem Drunter und Drüber finden sich die “richtigen” Paare wieder. Doch ist dies nun wirklich ein glückliches Ende, ein lieto fine?

Werk:

Il Turco in Italia beinhaltet musikalisch alles, was eine typische Rossini Oper aus dieser äußerst produktiven Schaffensperiode des Komponisten ausmacht: Crescendo Wellen, bravouröse Arien und Kavatinen, spritzige Ensembles, witzige und rasante Duette, turbulente Finali - alles geprägt von grosser melodiöser Eingebungskraft und untrüglichem Sinn für theatralische Effekte.

Wie damals üblich stammen nicht alle Noten aus Rossinis Feder, einiges überliess der Vielschreiber Mitarbeitern und Schülern. Für spätere Wiederaufnahmen wurden Szenen gestrichen oder neu eingefügt, den Sängern Arien auf den Leib geschrieben. Die Oper erschien bis Mitte des 19. Jahrhunderts recht häufig auf den Spielplänen der Opernhäuser, geriet danach aber zusehends in Vergessenheit, bis 1950 das Teatro Eliseo das Werk unter Gianandrea Gavazzeni und mit Maria Callas als Fiorilla und Cesare Valletti als Narciso herausbrachte. In jüngerer Zeit erhielten die Produktionen aus Genf, mit Catherine Malfitano und aus Zürich mit Cecilia Bartoli viel Beachtung.

Karten

Gioachino Rossini (1792-1868)