Zürich, Opernhaus: DIE ZAUBERFLÖTE; 20.09.2026
Der vielseitige Schweizer Regisseur Daniele Finzi Pasca bringt mit DIE ZAUBERFLÖTE eine der beliebtesten Opern des Repertoires auf die Bühne des Opernhauses Zürich; am Pult der aufstrebende Dirigent Tarmo Peltokoski
Oper in zwei Aufzügen | Musik: Wolfgang Amadeus Mozart | Libretto : Emanuel Schikaneder | Uraufführung: 30. September 1791 in Wien | Aufführungen in Zürich: 20.9. | 25.9. | 6.10. | 18.10. | 21.10. | 24.10. | 30.10. 2026 | 2.4. | 8.2.| 18.4. | 20.4.| 23.4.2027
Kritik: erscheint am 21.9. ab 20 Uhr an dieser Stelle
Inhalt:
Sarastro, weiser Priester der Götter Isis und Osiris, hat Pamina in seinen Tempel entführt, um sie vor dem Einfluss ihrer Mutter, der Königin der Nacht, zu schützen. Die Königin bringt den Prinzen Tamino dazu, sich auf den Weg zu machen und Pamina zu befreien. Papageno, ein eher den weltlichen Genüssen frönender Vogelfänger, begleitet ihn auf Geheiss der Königin. Die drei Damen der Königin geben den beiden eine Zauberflöte und ein Glockenspiel mit auf den Weg. Drei Knaben weisen ihnen den Weg zu Sarastros Burg.
Tamino und sein Begleiter finden Pamina. Tamino und Pamina verlieben sich ineinander. Doch bevor sie sich endgültig vereinen dürfen, müssen sie drei Prüfungen bestehen. Papageno wird auch belohnt und findet eine Frau, die ihm ganz ähnlich sieht.
Die Strahlen von Sarastros Sonne verbrennen die rachsüchtige Königin der Nacht. Die beiden Liebespaare dürfen sich vereinen.
Werk:
Mozarts ZAUBERFLÖTE hält sich seit über 200 Jahren in den Spitzenrankings der am häufigsten aufgeführten Opern weltweit. Die märchenhafte, wenn auch mit etlichen mehr oder weniger versteckten Hinweisen auf die Freimaurer versehene Handlung, vermag „in die Zeiten hineinzuwirken und jeder Generation ein Gleichnis, einen Grundriss menschlicher Spannungen zu geben ... " (Günther Rennert). Selbst Richard Wagner schrieb: „ Die Quintessenz aller edelsten Blüten der Kunst scheint hier zu einer einzigen Blume vereint und verschmolzen zu sein. Welch ungezwungene und zugleich edle Popularität in jeder Melodie ... .“ Und Friedrich Hegel schwärmte von der „Tiefe und der Lieblichkeit der Musik, welche die Phantasie erfüllt und das Herz wärmt.“
Schikaneder hatte den richtigen Riecher für ein effektvolles Libretto gehabt (er selbst sang den Papageno). Zaubermärchen mit hohen und niederen Paaren, Bühnenzauber und Komik gepaart mit moralisierenden Elementen waren damals gross in Mode.
Mozart komponierte die Oper in den letzten Monaten seines kurzen Lebens, in welchen materielle Not und Krankheit seine ständigen Begleiter waren. Der Erfolg des Werks steigerte sich von Aufführung zu Aufführung. Den materiellen Erfolg der Oper erlebte Mozart leider nicht mehr; er starb gut zwei Monate nach der Uraufführung.
Eine Aufnahme der Rachearie der Königin der Nacht mit der Sopranistin Edda Moser befindet sich an Bord der Raumsonde Voyager 2, welche unser Sonnensystem verlassen wird ... Dies unterstreicht wohl aufs Deutlichste die Bedeutung von Mozarts letzter Oper.
Musikalische Höhepunkte:
Viele bekannte Ohrwürmer, so z.B. die beiden Koloratur-Arien der Königin der Nacht:
O zitt're nicht, Königin, Akt I
Der Hölle Rache, Königin, Akt II
Der Vogelfänger bin ich ja, Papageno Akt I
Dies Bildnis ist bezaubernd schön, Tamino, Akt I
In diesen heiligen Hallen, Sarastro, Akt II
Ach ich fühl`s, Pamina Akt II