Zürich, Opernhaus: WERTHER; 01.07.2026
Jonathan Tetelman debütiert in der Titelrolle am Opernhaus Zürich, Anna Goryachova singt die Charlotte und Marco Armiliato dirigiert
Drame lyrique in vier Akten | Musik: Jules Massenet | Libretto: Édouard Blau, Paul Millet, Georges Hartmann, nach Goethes Briefroman DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER | Uraufführung: 16. Februar 1892 in Wien (deutsche Fassung von Max Kalbeck), 16. Januar 1893 in Paris (französische Fassung) | Aufführungen dieser Wiederaufnahme in Zürich: 14.6. | 19.6. | 1.7. | 4.7. und 10.7.2026
Kritik:
Einen gewaltigen, klanglichen Sog, vermochte Marco Armiliato am Pult des Orchesters der Oper Zürich zu evozieren, ein mitreissendes Klangbad, dem man kaum entrinnen konnte (und es auch nicht wollte), auch wenn man sich im Verlauf der vier Akte immer bewusster wurde, dass dies alles – zusammen mit dem mit überaus klangstarken stimmlichen Möglichkeiten ausgestatteten fatalen Liebespaar Charlotte und Werther – eigentlich mit dem zarten „Drame lyrique“ Massenets nicht mehr allzu viel zu tun hatte. Eher war man bei Puccini und den Vertretern des Verismo angelangt. Zwar hatte der Eklektiker Massenet in seinen gut zwei Dutzend Opern durchaus mit verschiedenen Stilrichtungen des fin de siècle experimentiert; neben den Ausflügen zur exotischen Grand-Opéra (ESCLARMONDE, THAÏS) und zur Märchenoper (CENDRILLON) auch zum veristischen Drama (LA NAVARRAISE) und zum Jesus-Kitsch und anderen Werken mit der Erotisierung des Sakralen (MARIE MAGDELEINE, HÉRODIADE). Aber eben, die Goethe-Adaption WERTHER ist geprägt von atmosphärischer Dichte, teils kammermusikalischen Lyrismen (exemplarisch in der Mondnacht-Szene, dem Clair de lune, die in Reminiszenzen das Werk durchwebt), von farbenreich instrumentierten Genreszenen, tiefgründigen Einblicken in die Seelen der beiden Protagonisten Charlotte und Werther. Diesen Aspekten widmete die Aufführung gestern Abend ab und an zu wenig Beachtung, viele Momente waren nicht auf Introspektion, sondern auf die Kraft der sentimentalen und akustisch extorvertierten Überwältigung angelegt – und dies in sich von Akt zu Akt steigernden Masse. Und doch – es war eine faszinierende Aufführung. auch wenn ich zwei miteinander ringende Seelen in meiner Brust zu spüren vermeinte und mich am Ende dann doch zusammen mit dem gesamten Parkett zu einer standing ovation erhob.
Meine erste Begegnung mit WERTHER fand akustisch mit der LP-Aufnahme mit Nicolai Gedda und Victoria de los Angeles statt (Mitte der 1970er Jahre), die erste szenische Aufführung erlebte ich mit José Carreras und Teresa Berganza (1979 hier in Zürich). Gestern Abend nun gastierte der neue Stern am Tenorhimmel, Jonathan Tetelman, in der Titlerolle zum ersten Mal am Opernhaus Zürich. Tetelman war ein grandioser, glaubhafter Darsteller - und ein Sänger mit scheinbar unerschöpflichen Kraftreserven. Wie gesagt, er wurde im Verlauf des Abends lauter und lauter, blieb jedoch stets auf Linie, die Intonation war in keinem Moment gefährdet und sein wunderschönes, markantes Timbre verlor nichts an überwältigender Strahlkraft. An ihm und seiner Art des Singens und Agierens scheiden sich die Geister in den einschlägigen Foren der Opernfreunde – aber ich konnte mich der vereinnahmenden Faszination dieser Prachtstimme dann doch nicht entziehen. Hier am Opernhaus Zürich durfte man eine ganze Reihe prominenter Werther-Interpreten in den letzten fünf Jahrzehnten erleben: José Carreras, Peter Dvorsky, Alfredo Kraus, Massimo Giordano, Juan Diego Flórez und Benjamin Bernheim (mein Favorit). Jonathan Tetelman fügte sich grossartig in diese prominente Riege ein. Seine unnachahmlichen Crescendi drangen direkt ins Herz und führten zu Gänsehautmomenten. Und ganz am Ende, wenn der Traum- und Seelenraum sich dann öffnet und ins All zu entschweben scheint, findet auch Tetlelman zu Tönen voller Zärtlichkeit. An seiner Seite die ebenfalls stimmlich aus dem Vollen schöpfende Mezzosopranistin Anna Goryachova als mit expressiven Phrasen aufwartende Charlotte: Auch sie flutete den Saal (ab dem Beginn der Briefszene) mit unfassbar voluminösen Tönen. Ihr klangsattes, üppiges und luxuriöses Timbre passte perfekt zu Tetelmans glänzendem Tenor; die beiden blieben sich nichts an Prachtenfaltung und zupackender dramatischer Kraft schuldig. Zwei ehemalige Mitglieder des Internationalen Opernstudios brillierten in den Rollen der Sophie (jüngere Schwester von Charlotte) und des Albert (Ehemann Charlottes): Chelsea Zurflüh begeisterte mit ihrer wunderschön leuchtenden, flexibel geführten Sopranstimme. Aksel Daveyan interpretierte den Albert mit ausdrucksstarkem Bariton und vollzog glaubhaft den Stimmungswechsel vom Freund Werthers zum misstrauischen Ehemann, dem die Eifersucht den Charakter verdarb. Ein ganz grosses Lob gebührt den Interpreten der kleineren Partien: Valeriy Murga war als Le Bailli mit seiner stimmlichen und szenischen Präsenz ein überaus sympathischer Vater, seinen Kindern voll liebevoller Fürsorge zugewandt. Diese zahlreiche Kinderschar agierte grossartig und kontrastierte die Stimmungen mit den eingeworfenen Übungen am Weihnachtslied (Kinderchor und SoprAlti der Oper Zürich). Martin Zysset (Schmidt) und Evan Gray (Johann) als Trinkkumpane von Le Bailli, dem Amtmann, und Guram Margvelashvili (Brühlmann) und Thalia Cook-Hansen (Käthchen) zeigten eindrücklich, dass engagiert interpretierte Nebenfiguren zur Bereicherung des Geschehens enorme Bedeutung haben.
Zur Inszenierung von Tatjana Gürbaca kann ich nur wiederholen, was ich bereits nach der Premiere 2017 geschrieben hatte:
„Vielleicht haben es Opernbesucher, welche Massenets WERTHER noch nie auf der Bühne gesehen haben, leichter, sich in Tatjana Gürbacas neue Inszenierung in Zürich hineinzuleben, sich darin zurechtzufinden, als Operngänger, welche quasi mit Otto Schenks naturalistisch-romantischer Inszenierung am Opernhaus Zürich Ende der 70er Jahren gross geworden sind. Denn es ist nicht ganz einfach, die Bilder von wehenden Gazevorhängen im Mondschein, fallenden Blättern beim sonntäglichen Kirchgang oder Charlottes Aufbruch im Schneegestöber an Heiligabend aus dem Kopf zu kriegen. Doch je länger die Aufführung gestern Abend dauerte, desto stringenter und spannender erlebte man sie. Zugegeben, ich musste eine Nacht darüber schlafen (oder eben nicht, sondern nachdenken), um zu einer Würdigung zu gelangen. Musiktheater, das bewegt, im wahrsten Sinne des Wortes. Frau Gürbaca lässt alles Naturalistische aussen vor und inszeniert quasi aus dem Kopf Werthers heraus, evoziert die Bilder, welche sich der Künstler und Bohemien Werther selbst macht – Genie und Wahnsinn zugleich. Es ist eine verschrobene Welt, die Werther vor seinem inneren Auge sieht, mit grotesken Anflügen und dabei doch ungemein klarsichtig, eben genau in der Art, die grosse Kunst ausmacht. Bei seinem ersten Auftritt an der Rampe wird er von einer kleinen Schwester Charlottes quasi in das beengte Haus hineingezogen, und von nun an wird er zwar Teil der Handlung, bleibt aber immer auch Beobachter, stellt eigene, bildliche Assoziationen zum Geschehen her. Dabei führt Tatjana Gürbaca die Personen sehr genau, charakterisiert treffend, lebhaft und mit unaufdringlichem Einfallsreichtum. So sieht Werther zum Beispiel im zweiten Akt Charlotte und Albert sich immer noch um die Geschwister kümmern, die unterdessen aber zu Greisen gealtert sind. Über der Szene, in einem der Schränke, thront drohend die Urne mit der Asche von Charlottes Mutter. Diese assoziativen, symbolbeladenen Bilder zeigen Werther die Aussichtslosigkeit seines Begehrens, veranlassen ihn zur abrupten Abreise. Klaus Grünberg hat ein beengtes, klaustrophobisches Einheitsbühnenbild geschaffen, einen mit hellem Holz getäfelten Wohnraum, mit übermässiger Tiefenperspektive, welche die winzige Spielfläche grösser erscheinen lässt als sie ist. Schmucklos sind diese Wände, einzig eine Uhr zeigt die reale Zeit der Handlung an. Zum Zuschauersaal hin wird dieser Raum durch einen asymmetrischen Rahmen abgeschlossen. Die raffinierten Lichteffekte (ebenfalls von Klaus Grünberg) schaffen eine Atmosphären zwischen Traum, Albtraum und Realität. Und genau so wechselt auch der szenische Ablauf zwischen realistischen Tätigkeiten und assoziativen Bildern, welche Werther sich in seinem Kopf macht. Wenn Charlotte im dritten Akt den Weihnachtsschmuck und die Geschenke zertritt, dann ist das Realität, drückt ihre zwiespältigen Gefühle zwischen Pflichtbewusstsein (Gemahlin von Albert, weil sie das ihrer Mutter am Sterbebett versprochen hatte) und dem Verlangen nach der Erfüllung in der Liebe zu Werther aus. Wenn Werther dann eintritt und sie zusammen Silberfäden durchs ganze Haus spannen, bis sie wie in einem Netz darin gefangen sind, sich verheddern, dann ist das wieder ein Bild aus Werthers Kopf. Diese Wechsel gedanklich zu verarbeiten ist anspruchsvoll, keine Frage, doch eben auch stimmig und bringt die romantische Oper nahe an unser eigenes Erleben, denn immer wieder malen wir uns doch in Gedanken Situationen aus, auch wenn wir nicht die Genialität des jungen Sturm und Drang Künstlers besitzen. Durch die Kostüme von Silke Willrett wird diese zeitliche Nähe zu unserer Gegenwart noch unterstützt, die Kleider kreisen um die späten 70er, frühen 80er Jahre, mit Plateau-Schuhen und wilden Kombinationen von Stoffen und Mustern, wie sie im Endstadion der Pop-Art getragen wurden, einer Zeit, in der viele geniale Künstler - vor allem der Musikbranche - durch den Freitod diese Welt verlassen haben (im Programmheft wird Kurt Cobain zitiert mit seinen Abschiedsworten „It's better to burn out than to fade away“) - und auch Werther beendet sein Leben ja mit dem Schuss in seinen Kopf. Was dann noch folgt, ist wahrlich von unbeschreiblicher poetischer Kraft: Zum Schlussduett zwischen Werther und Charlotte kommen ihre Alter Egos als ein greises Paar auf die Bühne, mit dem Indianerfederschmuck und der Prinzessinnenkrone, welche Werther und Charlotte im ersten Akt zum Ball getragen hatten. Voll berührender Zärtlichkeit tanzen die beiden Alten einen langsamen Walzer, setzen sich auf die Fensterbank nebeneinander, alle Fenster und Türen des beengten Hauses öffnen sich und das Haus scheint nun völlig schwerelos durchs All zu schweben, losgelöst von der Erde, diesem Tal der Tränen. Werther stirbt, doch unweigerlich denkt man bei diesem Bild an Hermann Hesse „Und die Seele, unbewacht, will in freien Flügen schweben, um im Zauberkreis der Nacht tief und tausendfach zu leben“. Schöner und bewegender inszeniert endete kaum je eine Opernaufführung von den gut 2500, die ich bis anhin erleben durfte.“
Auch gestern Abend war ich erneut von diesem Ende enorm gerührt.
Inhalt:
Sommer: Charlotte, die Tochter des verwitweten Amtsmanns probt mit ihren jüngeren Geschwistern Weihnachtslieder. Sie hat als ältestes Kind die Aufgaben und die Rolle der Mutter im Haus übernommen, nachdem ihre Mutter früh verstarb. Werther soll Charlotte zum Ball begleiten, da ihr Verlobter Albert abwesend ist. Werther sinniert bei seinem ersten Auftritt über die Natur und die malerische Stimmung. Fasziniert betrachtet er die Musikprobe im Haus des Amtsmanns. Charlotte und Werther werden einander vorgestellt. Werther spürt erste Gefühle für Charlotte in sich aufwallen. Sie machen sich auf den Weg zum Ball. Unterdessen kommt Albert früher als erwartet nach Hause. Sophie, Charlottes jüngere Schwester, erzählt ihm, dass man im Hause mit den Vorbereitungen zur Hochzeit zwischen Charlotte und Albert beschäftigt sei. Albert geht ab und verspricht, am nächsten Tag wiederzukommen. Bei Mondenschein (Claire de lune) kehren Charlotte und Werther vom Ball zurück. Werther gesteht Charlotte seine Liebe. Doch Charlotte konfrontiert ihn mit dem Versprechen, das sie einst ihrer Mutter gegeben hatte: Sie wird Albert heiraten. Werther ist verzweifelt.
Herbst: Charlotte und Albert sind nun verheiratet. Auf dem Weg zur Kirche werden sie vom eifersüchtigen Werther beobachtet. Als Albert aus der Kirche kommt, spürt er den Grund für Werthers Niedergeschlagenheit und versucht mit ihm zu sprechen. Werther versichert Albert seiner Loyalität. Doch als er wieder allein ist, bricht er in Selbstmitleid völlig zusammen. Charlotte kommt aus der Kirche. Er erinnert sie an die glückliche Stunde im Mondenschein. Doch Charlotte geht nicht darauf ein, weist Werther auf ihre Pflichten ihrem Gemahl gegenüber hin und empfiehlt ihm schliesslich, die Gegend für eine Weile zu verlassen und erst so gegen Weihnachten wieder zurückzukehren. Werthers Gedanken kreisen um Suizid. Sophie will Werther aus der trüben Stimmung reissen, doch er weist sie dermassen schroff ab, dass Sophie in Tränen ausbricht. Sophie berichtet Albert und Charlotte von Werthers rüdem Abgang. Albert wird klar, dass Werther seine Frau liebt.
Dezember: Charlotte liest Werthers Briefe, welche er ihr aus seinem „Exil“ geschrieben hat. Sie muss sich selbst gegenüber ihre Gefühle der Zuneigung zu Werther eingestehen. Werther tritt unverhofft ein und wirft sich ihr zu Füssen (Pourqoi me réveiller). Charlotte wirft sich in seine Arme, weicht jedoch von Pflichtgefühl erfasst gleich wieder zurück und stürmt aus dem Zimmer. Albert hat ein Schreiben Werthers erhalten. Darin bittet Werther ihn um seine Pistolen, da er eine lange Reise plane. Albert und Charlotte ist der wahre Zweck dieser Bitte bewusst und Albert weist seine Gattin an, dem Diener die Waffen auszuhändigen und sie Werther zukommen zu lassen. Nachdem Charlotte wieder alleine ist, ergreift sie ihren Mantel und stürmt davon.
Heiligabend: Ein Intermezzo (La nuit de noël) leitet den letzten Akt ein. Charlotte findet Werther, der sich in die Brust geschossen hat, in seinem Zimmer auf dem Boden liegend vor. Sterbend bittet er sie um Vergebung und hindert sie daran, Hilfe zu holen. Endlich kann auch Charlotte zu ihren wirklichen Gefühlen stehen (Et Werther, moi je t'aime). Werther stirbt und Charlotte muss erkennen, dass sie die Liebe ihres Lebens verloren hat. Von Ferne hört man das Weihnachtslied der Kinder aus dem ersten Akt ... .
Werk:
Jules Massenet (1842-1912) komponierte neben Bühnenmusiken, Balletten, sakralen Werken, Kammermusik und Liedern ungefähr 30 Opern (einige Partituren sind verschollen oder blieben unaufgeführt). Trotz der Reichhaltigkeit seines Oeuvres vermögen sich aus seinem Opernschaffen lediglich zwei Stücke dauerhaft im Repertoire zu halten, MANON und WERTHER. Vereinzelt tauchen auch THAÏS (besonders wegen des orchestralen Zwischenspiels der Solovioline, genannt Méditation) CENDRILLON, LE CID, DON QUICHOTTE oder HÉRODIADE auf. Vielerorts gilt der französische Spätromantiker als zu parfümiert in seinem Musikstil. Dabei war Massenet ein sehr gewissenhafter, mit Geschmack und psychologischem Gespür für seine Charakterisierungen vorgehender Komponist. Seine Partituren sind von tiefer Lyrik geprägt, üppig orchestriert, melodisch einfallsreich, haben eigentlich alle Ingredienzien (wie auch stimmige, spannende Libretti,) um eine breite Publikumsschicht anzusprechen. WERTHER nun wurde nicht in Paris (Brand des „Stammhauses“ von Massenet, der Opéra-Comique) uraufgeführt, sondern in einer deutschen Übersetzung in Wien, wo auch seine MANON bereits ein grosser Erfolg gewesen war. WERTHER fand dann ein Jahr später doch noch den Weg nach Paris, wurde dort aber kein grosser Erfolg. Erst eine Wiederaufnahme 10 Jahre später führte auch in Frankreich dazu, dass WERTHER zur beliebtesten Oper von Massenet wurde (neben MANON) und dies auch blieb. In Deutschland tat man sich eher schwer mit den Franzosen, die sich am Nationalheiligtum Goethe „vergriffen“ hatten. Neben Massenet waren dies Gounod mit FAUST und Ambroise Thomas mit MIGNON. Doch unterdessen hat auch der WERTHER seinen verdienten Platz im Repertoire deutscher Bühnen gefunden. Die Titelrolle gehört zu den begehrtesten Partien für Tenöre mit lyrisch-dramatischer Leuchtkraft wie Georges Thill, Alfredo Kraus, José Carreras, dem kürzlich leider verstorbenen Nicolai Gedda oder Roberto Alagna. Interessanterweise schuf Massenet für den Sänger Battistini auch eine Bariton-Version, welche u.a. auch in Zürich mit Thomas Hampson zu erleben war. Die Partie der Charlotte wird von lyrischen Sopranen (z.B. Angela Gheorghiu, Victoria de los Angeles) genauso gerne gesungen wie von Mezzosopranistinnen (Rita Gorr, Tatjana Troyanos, Anne Sophie von Otter, Teresa Berganza – die auch neben Kraus und Carreras in Zürich zu erleben gewesen war).
Von mir besuchte Aufführungen von WERTHER im Opernhaus Zürich:
14.3.1979: ML: Nello Santi, I: Otto Schenk; Werther: José Carreras, Charlotte: Teresa Berganza, Sophie: Elizabeth Gale, Albert: Kari Nurmela
26.4.1979: ML: Christoph Escher, I: Otto Schenk; W: Peter Dvorsky, Ch: Glenys Linos, S: Sylvia Greenberg, A: Kari Nurmela
25.6.1982: ML: Michel Plasson, I: Otto Schenk; W: Alfredo Kraus, Ch: Susan Daniel, S: Sylvia Greenberg, A: Kari Nurmela
14.6.2000: ML: Jacques Delacôte, I: Arturo Marelli; W: Massimo Giordano, Ch: Carmen Oprisanu, S: Dawn Kotoski, A: Alfred Muff
2.4.2017: ML: Cornelius Meister, I: Tatjana Gürbaca; W: Juan Diego Flórez, Ch: Anna Stéphany, S: Melissa Petit, A: Audun Iversen
23.1.2024: ML: Giedre Slekyte, I: Tatjana Gürbaca; W: Benjamin Bernheim, Ch: Rihab Chaleb, S: Sandra Hamaoui, A: Aufun Iversen