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Hamburg, Staatsoper: DON GIOVANNI; 04.10.2026

Erstellt von Kaspar Sannemann | | Don Giovanni

copyright: Brinkhoff_Mögenburg, mit freundlicher Genehmigung Hamburgische Staatsoper

In der Reihe FRAMING THE REPERTOIRE wird Jan Bosses Inszenierung von 2019 wieder zur Diskussion gestellt, GMD Omer Meir Wellber dirigiert.

Dramma giocoso in zwei Akten | Musik: Wolfgang Amadeus Mozart | Libretto: Lorenzo da Ponte | Uraufführung: 29. Oktober 1787 in Prag, Zweitfassung 7. Mai 1788 im Burgtheater Wien | Aufführungen in Hamburg: 19.9. | 24.9. | 29.9. | 1.10. | 4.10. | 7.10. und 9.10. 2026

Kritik: folgt am 5.10. ab 20 Uhr an dieser Stelle

Werk:

Da LE NOZZE DI FIGARO, die erste Zusammenarbeit zwischen Lorenzo da Ponte und Mozart, in Prag grossen Enthusiasmus ausgelöst hatte, kam Mozart zu seinem Auftrag, eine Oper für das Prager Nationaltheater zu schreiben. Mozart und da Ponte beschlossen, sich dem damals äusserst populären Don-Juan-Stoff zuzuwenden. So entstand die zweiaktige Oper DON GIOVANNI (welche eigentlich den Titel IL DISSOLUTO PUNITO OSSIA IL DON GIOVANNI trägt). Seit der Uraufführung geniesst das Werk grösste Wertschätzung bei Publikum, Musikern und Kritikern und den Ruf als „Oper aller Opern“ (E.T.A.Hoffmann). Diese Oper regte Denker vom Rang eines Adorno, eines Kierkegaard oder eines Nietzsche zu philosophischen Ergüssen an. Aber all dessen ungeachtet, ist es die direkt ins Herz der Zuhörer treffende Meisterschaft von Mozarts Musik, seine geniale Einfühlungskraft und die musikdramatisch feinnervig erfasste Vielschichtigkeit der Protagonisten, welche das Werk selbst aus Mozarts Schaffen herausragen und alle anderen Vertonungen des Stoffes neben sich verblassen lassen.

Inhalt:

Um seinen unbändigen Trieb nach sexuellen Abenteuern zu befriedigen, hat sich Don Giovanni die Tochter des Komturs, Donna Anna, als nächstes „Opfer“ ausgesucht. Doch ihr Vater kommt dazwischen. Don Giovanni ersticht ihn. Donna Annas Verlobter, Don Ottavio, schwört seiner Geliebten, die Tat zu rächen. Giovannis Diener Leporello hat es zwar satt, dem zügellosen Herrn zu dienen, doch lässt auch er sich immer wieder von Don Giovannis Charme (und seiner Geldbörse) einlullen. Eine von Don Giovannis Verflossenen, Donna Elvira, warnt Donna Anna und die junge Zerlina vor dem Verführer Giovanni, denn Don Giovanni versucht sich an Zerlina heranzumachen, kurz vor ihrer Hochzeit mit Masetto. Als ihre Hilferufe Leute herbeilocken, lenkt er den Verdacht auf seinen Diener Leporello. Durch einen Kleidertausch mit Leporello entkommt er auch den Prügeln der Bauern und kann sich erneut an Donna Elvira heranmachen. Auf dem Friedhof trifft er sich wieder mit Leporello, ausgerechnet am Grab des von ihm ermordeten Komtur. Die Statue beginnt zu sprechen, empört sich über die Störung der Totenruhe. In seiner Übermut lädt Don Giovanni die Statue zum Abendbrot auf sein Schloss ein. Vor dem Mahle, zu dem auch Donna Elvira, Donna Anna und Ottavio geladen sind, versucht Donna Elvira nochmals, Don Giovanni zur Abkehr von seiner Lasterhaftigkeit zu bewegen. Vergeblich. Der steinerne Gast erscheint. Don Giovanni bereut keine seiner Schandtaten. Die Flammen der Hölle verschlingen ihn. Im Schlusssextett ziehen die übrig gebliebenen Protagonisten die Moral aus der Geschichte des bestraften Wüstlings.

Musikalische Höhepunkte:

Madamina, il catalogo è questo, Leporello, Akt I (Registerarie)

Ah! Chi mi dice mai, Donna Elvira, Akt I

Là ci darem la mano, Duett Don Giovanni-Zerlina, Akt I

Ah! Fuggi il traditor, Donna Elvira, Akt I

Or sai chi' l'onore, Donna Anna, Akt I

Dalla sua pace, Don Ottavio, Akt I (nachkomponiert für Wien, in St.Gallen nicht zu hören)

Fin ch'han dal vino, Don Giovanni, Akt I (Champagnerarie)

Deh, vieni alla finestra, Don Giovanni, Akt II

Il mio tesoro, Don Ottavio, Akt II

In quali eccessi, Donna Elvira, Akt II (nachkomponiert für Wien, in St.Gallen nicht zu hören)

Non mi dir, Donna Anna, Akt II

Don Giovanni, a cenar teco, Commendatore-Don Giovanni, Höllenfahrt, Akt II

Karten

 

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