oper-aktuell 

Willkommen in der Welt der Oper

Auf dieser Seite finden Sie Kritiken meiner Opern- und Konzertbesuche und bekommen Informationen rund um Spielpläne und Opernhäuser (vorwiegend aus der Schweiz und aus Deutschland). Die Premierenberichte erscheinen wann immer möglich am Tag nach der Premiere und damit in aller Regel vor den Printmedien. Kommentare und eigene Eindrücke von BesucherInnen dieser Seite sind ausdrücklich erwünscht. Ich wünsche allen viele unvergessliche, spannende und aufwühlende Opernbesuche. 

Sehr erfreut bin ich auch über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der informativen Online-Plattform http://deropernfreund.de. Auch hier erhalten Sie vielschichtige und fundierte Empfehlungen für Besuche in der reichhaltigen Theaterlandschaft Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Zürich, Tonhalle Maag: MOZART, BRUCKNER, 20.12.2017

Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr.27 in B-Dur, KV595 | Uraufführung: 4. März 1791 in Wien | Anton Bruckner: Sinfonie Nr.4 in Es-Dur, „Romantische“ | Uraufführung: 20. Februar 1881 in Wien | Dieses Konzert in Zürich: 20.12. | 21.12. | 22.12.2017

Anton Bruckner (1824-1896)

Kritik: folgt am 21.12. ab 13 Uhr an dieser Stelle


Werke:

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) komponierte in seinen letzten fünf Lebensjahren nur noch drei Klavierkonzerte (KV 503, KV 537, KV 595). Dies lag einerseits daran, dass er als Solist weniger gefragt war als in früheren Jahren, andererseits war er mit seinen grossen Opernkompositionen in den letzten Jahren vor seinem Tod stark beschäftigt (COSÌ FAN TUTTE, DIE ZAUBERFLÖTE, LA CLEMENZA DI TITO). Das Klavierkonzert Nr. 27 in B-Dur, KV 595 ist somit sein letztes Werk dieser Gattung geworden, einer Gattung in welcher er Massstäbe gesetzt hatte. Über diesem Klavierkonzert liegt ein lyrischer, leicht melancholischer Schleier, manche Musikwissenschaftler sprechen auch von Schwermut, obwohl dieses Konzert überwiegend mit Dur-Tonarten aufwartet. Der Solopart ist weniger solistisch ausgeprägt als in vorangehenden Klavierkonzerten, weist aber mit seiner lyrischen Dichte in die kommende Welt der Romantik. Im Finalsatz (Rondo, Allegro) führt Mozart ein tänzerisches Refrainthema ein, welches er kurze Zeit später auch in seinem Lied Sehnsucht nach dem Frühling (Komm, lieber Mai, mach die Bäume wieder grün) verwendet.

Anton Bruckner (1824-1896) 4. Sinfonie:

Wie bei den meisten seiner neun Sinfonien nahm Bruckner auch bei der vierten nach der ersten Fertigstellung der Komposition noch diverse Änderungen vor. So komponierte er z.B. das Scherzo völlig neu und überarbeitete später auch das Finale noch einmal. Immerhin kann man bei der vierten – im Gegensatz etwa zur dritten oder achten Sinfonie – ab 1880 doch von einer endgültigen Version sprechen. Diese Sinfonie des Meisters (wegen des darin beschriebenen beinahe paradiesischen Verhältnisses des Menschen zur Natur und des häufigen Einsatzes des Hornklangs auch vom Komponisten die „Romantische“ genannt) wurde vom Publikum von Anfang an sehr wohlwollend aufgenommen und gehört immer noch zu den beliebtesten Sinfonien Bruckners. In der Geschichte der Bruckner Rezeption ist sie auch insofern von Bedeutung, da sie als erste auf Schallplatte aufgezeichnet wurde, 1937 von Karl Böhm. Die viersätzige Sinfonie in Es-Dur hat eine Aufführungsdauer von knapp 70 Minuten. Auffallend sind die weichen Passagen des Blechs, die chorische Behandlung der Holzbläser, das für Bruckner typische Tremolo der Streicher und die grossangelegte Schlussteigerung. Am Anfang des Scherzos zitiert Bruckner die Einleitung zum zweiten Akt aus Wagners TRISTAN UND ISOLDE.

 

Karten


Für oper-aktuell: Kaspar Sannemann, den 20. Dezember 2017 Gelesen: 20

Keywords: Zürich, Tonhalle, Haitink Bernhard, Pires Maria Joao, Mozart, Klavierkonzert 27, Bruckner, Sinfonie Nr.4, Tonhalle-Orchester Zürich


Kategorie: Bruckner 4. Sinfonie