Daphne-Preis an Dinu Tamazlacaru

Dinu Tamazlacaru, Erster Solotänzer des Staatsballetts Berlin, erhält den Daphne-Preis 2012 der TheaterGemeinde Berlin. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 12. Februar 2013 in der Deutschen Oper Berlin im Anschluss an die Vorstellung von „Schwanensee“ statt.
Dinu Tamazlacaru ist in Moldawien geboren und absolvierte seine Tanzausbildung am Moldawischen Ballettgymnasium sowie am Wiener Konservatorium (Ballettabteilung). Sein erstes Engagement erhielt er im Jahr 2002 beim Ballett der Staatsoper Untern den Linden, dem heutigen Staatsballett Berlin. 2003 wurde er zum Demi-Solisten, 2007 zum Solotänzer und zu Beginn der Spielzeit 2012/13 zum Ersten Solotänzer ernannt. Sein umfangreiches Rollenrepertoire beim Staatsballett Berlin umfasst u.a. Siegfried als Kind sowie Mime in Bejarts RING UM DEN RING, Lenski in Crankos ONEGIN, Mercutio in Crankos ROMEO UND JULIA, Benno sowie Prinz Siegfried in Barts SCHWANENSEE sowie zahlreiche Auftritte bei Gala-Abenden.
Seit 1976 vergibt die TheaterGemeinde Berlin den Daphne-Preis an junge Künstler für herausragende darstellerische Leistungen in den Bereichen Schauspiel, Gesang und Tanz. Preisträger waren u. a. Polina Semionova (2004), Anna Prohaska (2008) und Moritz Grove (2011).
Der Preisträger erhält eine von dem Bildhauer Karl-Heinz Krause geschaffene Skulptur.
Staatsballett Berlin: Malakhov verlängert Vertrag nicht-Duato als Nachfolger

- copyright: Staatsballett Berlin, mit freundlicher Genehmigung
Vladimir Malakhov verlängert seinen Vertrag als Intendant des Staatsballetts Berlin nicht über die Spielzeit 2013|2014 hinaus.
Wie heute bekannt wurde, soll Nacho Duato sein Nachfolger werden.
Duato war künstlerischer Direktor der Comania nacional de danza de espana und seit 2011 amtet er in dieser Funktion am Mikhailovsky Theater in St.Petersburg.
Intendant Vladimir Malakhov hat heute den Tänzerinnen und Tänzern sowie den Mitarbeitern des Staatsballetts Berlin mitgeteilt, dass er seinen Vertrag als Intendant auf eigenen Wunsch nicht über die Spielzeit 2013|2014 hinaus verlängern werde.
Vladimir Malakhov war 2004 zum Intendanten des neugegründeten Staatsballetts Berlin berufen worden. Als Intendant ist es ihm gelungen, die ehemals drei Compagnien der Opernhäuser zu einem einzigen hervorragenden Ensemble zu formen, dessen außerordentliche Qualität sich nicht allein in einem bemerkenswerten Corps de ballet präsentiert, sondern auch in herausragenden Solisten, die in der ganzen Welt gefragt sind. Durch seine kluge Besetzungspolitik konnten sich viele Tänzerpersönlichkeiten des Ensembles exzellent entwickeln.
Die Ausrichtung der Compagnie während seiner Amtszeit liegt auf dem klassischen Repertoire, ergänzt durch neoklassische und zeitgenössische Produktionen. Vladimir Malakhov sieht die Stärke der Compagnie im klassischen Tanz und in großen abendfüllenden Handlungsballetten. Wichtig ist ihm während seiner Intendanz der Aufbau eines umfangreichen Repertoires gewesen. Durch seine ausgezeichneten Kontakte in die internationale Ballettwelt ist es ihm gelungen, große Klassiker wie MANON, ONEGIN oder ROMEO UND JULIA sowie Choreographien von Balanchine, Robbins oder Béjart in den Spielplan aufzunehmen und selten gezeigte Werke wie ESMERALDA oder SYLVIA nach Berlin zu holen. Zum Programm gehörten aber auch Kreationen zeitgenössischer Choreographen, wie z.B. SCHNEEWITTCHEN, OZ – THE WONDERFUL WIZARD oder die Reihe SHUT UP AND DANCE!, in der sich die choreographischen Talente aus dem Ensemble entwickeln konnten. Mit der FESTLICHEN BALLETT-GALA hat er fast jede Spielzeit feierlich eröffnet und Ballett, auch mit MALAKHOV & FRIENDS, zu einem gesellschaftlichen Ereignis in Berlin gemacht.
Vladimir Malakhov freut sich auf die ihm verbleibende Zeit als Intendant des Staatsballetts Berlin, die mit den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen der Compagnie in der Saison 2013|2014 einen weiteren Höhepunkt seiner Amtszeit darstellen wird.
Für die Zukunft möchte sich Vladimir Malakhov neuen Herausforderungen widmen. Einem alten russischen Sprichwort folgend, möchte er sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu konkreten Plänen äußern. (Pressemitteilung Staatsballett Berlin)
Jahresrechnung der Tonhalle-Gesellschaft Zürich ausgeglichen!
Die Jahresrechnung 2011/12 schliesst mit einem Ertragsüberschuss
von CHF 4015.32. Damit weist die Rechnung der Tonhalle-
Gesellschaft Zürich zum ersten Mal seit acht Jahren wieder ein
ausgeglichenes Resultat aus.
Einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der finanziellen
Situation
der Tonhalle-Gesellschaft leistete die Stadt Zürich, deren
Gemeinderat im Dezember 2011 mit Wirkung ab 1. Januar
2012 einer Erhöhung des städtischen Beitrags um jährlich
CHF 782’000.– zustimmte. Hintergrund dieser Erhöhung ist das
seit 1989 aufgelaufene, strukturelle Defizit von jährlich
CHF 1’200’000.–, verursacht durch Teuerungsausgleiche an das
Personal, welche durch die Subventionen nicht abgedeckt waren.
Mit dieser Subventionserhöhung entfällt die bisherige städtische
Defizitdeckungsgarantie von jährlich max. CHF 250’000.–.
Vom Gesamtaufwand der Saison 2011/12 in Höhe von CHF
29’606’783.89 entfallen rund 86% auf den Personal- und 14% auf
den Sachaufwand. Die Eigenwirtschaftlichkeit (= eigene Einnahmen
in Prozenten des Gesamtaufwandes) liegt im Berichtsjahr bei
43,7% (Vorjahr 42,8%).
Luisi für Grammy nominiert
Auf der Liste der Grammy-Nominierungen finden sich einige enge Freunde des Opernhauses Zürich: In der Rubrik 73 «Best Opera Recording» ist die DVD-Produktion von Wagners «Ring des Nibelungen» von der Metropolitan Opera gelistet, an der der Zürcher Generalmusikdirektor Fabio Luisi, das langjährige Ensemble-Mitglied Jonas Kaufmann sowie Bryn Terfel federführend mitgewirkt haben.
Die Nomminierungen:
73. Best Opera Recording
Berg: Lulu
Michael Boder, conductor; Paul Groves, Ashley Holland, Julia Juon & Patricia Petibon; Johannes Müller, producer (Symphony Orchestra Of The Gran Teatre Del Liceu)
[Deutsche Grammophon]
Handel: Agrippina
René Jacobs, conductor; Marcos Fink, Sunhae Im, Bejun Mehta, Alexandrina Pendatchanska & Jennifer Rivera (Akademie Für Alte Musik Berlin)
[Harmonia Mundi]
Stravinsky: The Rake's Progress
Vladimir Jurowski, conductor; Topi Lehtipuu, Miah Persson & Matthew Rose; Johannes Müller, producer (London Philharmonic Orchestra; Glyndebourne Chorus)
[Opus Arte]
Vivaldi: Teuzzone
Jordi Savall, conductor; Delphine Galou, Paolo Lopez, Roberta Mameli, Raffaella Milanesi & Furio Zanasi (Le Concert Des Nations)
[Naïve Classique]
Wagner: Der Ring Des Nibelungen
James Levine & Fabio Luisi, conductors; Hans-Peter König, Jay Hunter Morris, Bryn Terfel & Deborah Voigt; Jay David Saks, producer (The Metropolitan Opera Orchestra; The Metropolitan Opera Chorus)
[Deutsche Grammophon]
Lisa della Casa gestorben

Lisa della Casa (* 2. Februar 1919 in Burgdorf BE; † 10. Dezember 2012 in Münsterlingen[1]) war eine Schweizer Opernsängerin in der Stimmlage Sopran.
Leben
Nach dem Gesangsstudium in Bern und Zürich bei Margarethe Haeser und ersten Auftritten 1941 als Schauspielerin und Konzertsängerin und als Opernsängerin in Solothurn-Biel debütierte sie 1943 am Stadttheater Zürich, wo sie bis 1950 zum Ensemble gehörte. Im Film Füsilier Wipf (1938) von Leopold Lindtberg mit Paul Hubschmid in der Hauptrolle spielte Lisa della Casa das Vreneli (Sprechrolle).
Lisa della Casa war ab 1947 Mitglied der Wiener Staatsoper, von 1953 bis 1968 der Metropolitan Opera in New York sowie ständiger Gast der Bayerischen Staatsoper München und der Salzburger Festspiele. 1951 trat sie bei den Festspielen in Glyndebourne auf.
1950 erwarb sie mit ihrem Mann Dragan Debeljevic Schloss Gottlieben am Bodensee.
Das Ende der Karriere hatte mit einem persönlichen Schicksalsschlag – der schweren Erkrankung ihrer Tochter – zu tun. Bis zu ihrem Tod lebte Lisa della Casa in völliger Zurückgezogenheit.
Die Eltern von Lisa della Casa begründeten in Bern unter dem Familiennamen ein bekanntes Restaurant, das noch heute existiert.
Werk
Lisa della Casa war eine der massstabsetzenden Persönlichkeiten der Nachkriegszeit vor allem im Mozart- und Richard-Strauss-Fach. Die Schönheit ihrer Erscheinung, die aristokratische Noblesse ihres Auftretens, das silberne Timbre, die fast unkörperliche Makellosigkeit ihrer gesanglichen Linie und die Glaubhaftigkeit ihrer Gestaltung, die Eleganz mit Intensität verband, machten sie zur Ausnahmeerscheinung.
Als Arabella in Strauss' gleichnamiger Oper war sie nach allgemeinem Konsens eine bis heute nicht mehr erreichte Idealbesetzung. Sie sang die Partie in zwei Gesamtaufnahmen, eine unter Solti mit George London, eine unter Keilberth mit Dietrich Fischer-Dieskau. Sie war eine der wenigen Künstlerinnen, die im Rosenkavalier alle drei Frauenpartien – Marschallin, Octavian, Sophie – verkörpert hat. Nicht minder legendär im Strauss-Repertoire waren die Titelrolle in Ariadne auf Naxos, die Chrysothemis in Elektra und die Gräfin in Capriccio.
Im Mozart-Fach verkörperte sie alle bedeutenden Sopranrollen ihres Fachs, vor allem die Gräfin in Le nozze di Figaro, Donna Elvira und Donna Anna in Don Giovanni, Fiordiligi in Così fan tutte, Ilia in Idomeneo und Pamina in der Zauberflöte.
In Bayreuth sang sie nur einmal die Eva in den Meistersingern. Ausflüge ins hochdramatische Fach hielten sich in Grenzen. So versuchte sie die Salome nur einmal in München. Im modernen Fach trat sie als Uraufführungssängerin der Kafka-Oper Der Prozess von Gottfried von Einem (1953 bei den Salzburger Festspielen mit Max Lorenz unter Karl Böhm) hervor. Als Liedinterpretin trat Lisa della Casa gemeinsam mit dem Pianisten Sebastian Peschko hervor.
Ehrungen
Lisa della Casa wurde mehrfach geehrt, u. a. mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, der Goldenen Medaille der Stadt Wien, dem Hans Reinhart-Ring und der Golden Opera Medal. Sie ist Österreichische und Bayerische Kammersängerin.
Quelle:Wikipedia
Ausstellung in Berlin: Wagner 2013. Künstlerpositionen
7. Dezember 2012 – 17. Februar 2013
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin, Tel. 030 20057-2000
Zum Wagner-Jahr 2013 setzt sich die Akademie der Künste mit dem Werk ihres ehemaligen Mitglieds Richard Wagner auseinander. „Wagner 2013. Künstlerpositionen“ entfaltet mit Beiträgen von mehr als 50 Künstlern zu einer Ausstellung und Veranstaltungen ein Panorama zeitgenössischer Arbeitsweisen und persönlicher Lesarten des Werks von Richard Wagner. Denn auch im Jahr seines 200. Geburtstages beschäftigt das musikdramatische Werk Wagners heutige Künstler noch so, als ginge es jeweils ums Ganze. Wagner polarisiert – wegen der Themen, die die einen für universal halten, die anderen für rein deutsch, aber vor allem wegen der Musik, deren Komplexität und Suggestivkraft viele singulär schön und manche kaum erträglich finden.
Für das Projekt hat die Akademie der Künste Komponisten, Regisseure, Bühnenbildner, Filmemacher, Bildende Künstler und Schriftsteller, darunter viele Akademie-Mitglieder, eingeladen, zu ihrem Verhältnis zu Wagner Position zu beziehen. Die Ausstellung mit Installationen, Texten, Bildern, Filmen und Videogesprächen in den drei Hallen der Akademie am Hanseatenweg wird durch wichtige Archivpositionen ergänzt und durch ein intensives, direkt in der Ausstellung stattfindendes Veranstaltungsprogramm fortgeschrieben und kommentiert.
Positionen von: Sebastian Baumgarten / Carl Hegemann / Chris Kondek, Ruth Berghaus, Christian Boltanski / Jean Kalman, Romeo Castellucci, Friedrich Dieckmann, fettFilm / Wagner-Kino, Jürgen Flimm, Achim Freyer, Joachim Herz, Hold Your Horses (Thea Costantino, Pilar Mata Dupont, Tarryn Gill), Andreas Homoki, Alexander Kluge, Peter Konwitschny, Barrie Kosky, Jonathan Meese, Heiner Müller / Erich Wonder, Hans Neuenfels / Reinhard von der Thannen / Björn Verloh, Helmut Oehring, Einar Schleef, Hans Jürgen Syberberg, Universität der Künste Berlin, Anna Viebrock, Robert Wilson
Veranstaltungen mit: Daniel Angermayr, Voxi Bärenklau, Hella Bartnig, Sebastian Baumgarten, Wolfgang Behrens, Dieter Borchmeyer, Tabea Braun, Meika Dresenkamp, Jürgen Flimm, Achim Freyer, Erhard Grosskopf, Thomas Goerge, Claus Guth, Carl Hegemann, Dietrich Henschel, Jutta Hoffmann, Peter Konwitschny, Igor Levit, Norbert Miller, Gerard Mortier, Hans Neuenfels, Helmut Oehring, Isabel Ostermann, Manfred Osten, Alain Platel, Enno Poppe, Dieter Schnebel, Sophia Simitzis, Peter Sloterdijk, Jürg Stenzl, Studenten der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Manos Tsangaris, Manuela Uhl, Stefanie Wördemann, Nike Wagner u.a.
Ausstellung
7. Dezember 2012 – 17. Februar 2013
Wagner 2013. Künstlerpositionen
dienstags bis sonntags 11 – 19 Uhr, 25./26.12.2012 und 1.1.2013 geöffnet
Eintritt € 6/4, bis 18 Jahre und am 1. Sonntag im Monat Eintritt frei
Eröffnungsveranstaltung
Donnerstag, 6.12.12, 19 Uhr
Wagner feiern?
Eröffnung
Vortrag, Lesung, Musik
mit Nele Hertling, Klaus Staeck (Begrüßung), Norbert Miller (Einführung), Nike Wagner (Vortrag), Hans Neuenfels (Lesung) und dem Pianisten Igor Levit
€ 6 /ermäßigt 4, Ausstellungsbesuch frei
Veranstaltungen Dezember 2012
Sonntag, 9.12.12, 17 Uhr,
Brünnhilde doesn’t live here anymore
Gespräch (mit Lesung und Filmbeitrag) zwischen dem Regisseur Jürgen Flimm und dem Literaturprofessor und Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste Dieter Borchmeyer über den Bayreuther „Ring“ des Jahres 2000
€ 5 /ermäßigt 3
Sonntag, 16.12.12, 17 Uhr
Droge Faust Parsifal. Lesung aus dem Buch von Einar Schleef
mit Jutta Hoffmann und Wolfgang Behrens (Einführung)
€ 5 /ermäßigt 3
Veranstaltungen Januar 2013
Sonntag, 6.1.13, 17 Uhr
Gegen den Gleichklang
Gespräch zwischen dem Intendanten des Teatro Real Madrid Gerard Mortier und dem Regisseur und Choreographen Alain Platel über Wagner, Verdi, Chöre, Massen und Nationalismus am Beispiel von Alain Platels „C(H)OEURS“
in englischer Sprache
€ 5 /ermäßigt 3
Sonntag, 13.1.13, 17 Uhr
Der Ring des Nibelungen – hin und zurück
Der Komponist Brice Pauset, Laurent Joyeux, Regisseur und Intendant der Oper in Dijon, sowie der Dramaturg Stephen Sazio im Gespräch über ihr Projekt, den „Ring des Nibelungen“ in Dijon an einem einzigen Tag aufzuführen und damit dem von Wagner gewünschten außergewöhnlichen Festspielcharakter zu entsprechen.
€ 5 /ermäßigt 3
Dienstag, 15.1.13, 17 Uhr
Sehnsucht Wagner?
Gespräch über Helmut Oehrings Oper “SehnSuchtMEER oder Vom Fliegenden Holländer“ (UA 8.3.2013 in der Deutschen Oper am Rhein) mit Helmut Oehring, Stefanie Wördemann, Claus Guth, Christian Schmidt und Hella Bartnig
€ 5 /ermäßigt 3
Donnerstag, 24. – Sonntag, 27.1.13, 19.30 Uhr
Das Heer. Vier Operationen an Wagners Ring
Ein inszenierter Rundgang durch die verwandelten Räume der Akademie
Koproduktion mit der Universität der Künste Berlin (UdK). Zusammenarbeit Studierender der Studiengänge Regie, Bühnenbild, Gesang Musiktheater, Musik, Komposition und Sound Studies der UdK und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin
€ 12 /ermäßigt 6
Sonntag, 27.1.13, 17 Uhr
„Dies ist nicht unsere Welt, nicht dies, nicht dies“
Wagner im 20. Jahrhundert. Komponistengespräch mit Erhard Grosskopf, Enno Poppe, Dieter Schnebel, Manos Tsangaris. Moderation Jürg Stenzl
€ 5 /ermäßigt 3
Veranstaltungen Februar 2013
Sonntag, 3.2.13, 17 Uhr
Musik In-Szenieren
Peter Konwitschny arbeitet mit Manuela Uhl und Dietrich Henschel eine Szene aus Wagners „Fliegender Holländer“. Mit Satomi Nishi (Piano)
€ 5 /ermäßigt 3
Samstag, 9.2.13, 17 Uhr
„Das Liebesverbot und die Revolution. Über Richard Wagner“
Vorstellung des im Insel Verlag erscheinenden Buches von Friedrich Dieckmann. Mit Friedrich Dieckmann und Nike Wagner. Lesung Jutta Wachowiak.
€ 5 /ermäßigt 3
Sonntag, 17.2.13, 17 Uhr
Parsifal: Oper als Krankheit
Gespräch zur Bayreuther „Parsifal“-Inszenierung von Christoph Schlingensief im Jahr 2004.
Mit Daniel Angermayr, Voxi Bärenklau, Tabea Braun, Meika Dresenkamp, Thomas Goerge, Carl Hegemann, Isabel Ostermann, Sophia Simitzis u.a.
€ 5 /ermäßigt 3 €
LIONEL BRINGUIER wird neuer Chefdirigent des Tonhalle Orchesters Zürich

- copyright: Jonathan Grimbert-Barré
Nun ist bekannt, wer die Nachfolge von David Zinman antreten wird: LIONEL BRINGUIER wird ab der Saison 2014/15 als Chef das Tonhalle Orchester Zürich leiten.
Er wird bereits im November 2012 wieder spannende Konzerte in Zürich dirigieren und im März 2013 im KKL zu erleben sein:
Zurich, Switzerland
25 Nov 2012 - 29 Nov 2012
Tonhalle Orchester
Berlioz - Roman Carnival Overture
Ravel - Piano Concerto in G (Helene Grimaud)
Roussel - Symphony No. 3 op. 42
Ravel - La Valse
29 Nov 2012 - 01 Dec 2012
Tonhalle Orchester
Dubugnon - Arcanes Symphony
Ravel - Piano concerto in G (Helene Grimaud)
Roussel - Symphony No. 3 op. 42
Ravel - La Valse
Lucerne, Switzerland
10 Mar 2013 - 15 Mar 2013
Luzerner Sinfonieorchester
Smetana - Má Vlast: "The Moldau"
Dalbavie - Cello Concerto, world premiere (Dmitri Maslenikov)
Dvorak - Symphony No. 8
Zusatzvorstellungen TROUBLE IN TAHITI und HEXE HILLARY in Zürich
Beim diesjährigen Eröffnungsfest des Opernhauses feierten die Premieren von Trouble in Tahiti und Hexe Hillary geht in die Oper sensationelle Erfolge, sämtliche Tickets waren im Handumdrehen vergriffen. Nun hat das Opernhaus beide Stücke aufgrund der grossen Nachfrage kurzfristig mit auf den laufenden Spielplan gesetzt.
Leonard Bernsteins Trouble in Tahiti spielt nicht in Tahiti, sondern zeigt die Wahrheit hinter dem „American Dream“. Die Geschichte um ein amerikanisches Mittelklasse- Ehepaar der fünfziger Jahre und seine hilflosen Versuche, nach dem Verfliegen der ersten grossen Leidenschaft noch so etwas wie Glück zu finden hat Leonard Bernstein in mitreissende, vom Jazz geprägte Musik verpackt. So wird aus einer Alltagsgeschichte eine grosse Erzählung über existentielle Fragen der modernen Menschen. In der Inszenierung von Aglaja Nicolet singen neben Mezzosopranistin Julia Riley und Bariton Alex Lawrence auch Mitglieder des Internationalen Opernstudios. Die musikalische Leitung übernimmt Thomas Barthel.
Trouble in Tahiti
Donnerstag, 15.11.2012 18.00 und 20.00 Uhr
Unsere kleinen Besucher können sich auf gleich acht weitere Vorstellungen von Hexe Hillary geht in die Oper freuen. Hier lernen sie zusammen mit der kleinen Hexe was eine Oper ist und warum zwei gewonnene Opernkarten das Tor zu einer ganz neuen Welt öffnen können. Denn Oper ist viel mehr als „Theater, wo alle nur singen“. In der Inszenierung von Anja Horst singen und spielen Rebeca Olvera, Susanne Grosssteiner und Nicole Tobler, Andrea Mele begleitet am Klavier.
Hexe Hillary geht in die Oper
Sonntag, 27.01. 2013 11.00 und 14.00 Uhr
Sonntag, 03.02. 2013 11.00 und 14.00 Uhr
Sonntag, 17.02. 2013 11.00 und 14.00 Uhr
Sonntag, 24.02. 2013 11.00 und 14.00 Uhr
Günstiger ins Opernhaus Zürich, dank Opernhaus-Tag
Für Opernfans und alle, die es werden wollen gibt es ab dieser Spielzeit den Opernhaus-Tag. Das bedeutet, jeden Monat gibt es eine Oper, ein Konzert oder ein Ballett zum halben Preis!
Am 27. September gibt es am ersten Opernhaus-Tag ganz grosse Oper zu sehen! Richard Strauss‘ Meisterwerk Salome in der Inszenierung von Sven Eric Bechtolf steht auf dem Programm.
Für die Geschichte um die biblische Prinzessin Salome, die als Lohn für ihren erotischen Tanz von König Herodes den Kopf des Propheten Jochanaan fordert, konnte mit Nicola Beller Carbone eine wahre Salome-Spezialistin gewonnen werden. International in dieser Rolle gefeiert gibt Nicola Beller Carbone nun ihr Opernhausdebüt und singt die bereits zwölfte Salome Produktion ihrer
Karriere. Sie selbst sagt im aktuellen Opernhaus Magazin MAG: „Salome gehört zu meinen absoluten Lieblingspartien. Sie ist musikalisch ein einziger Rausch und bietet schauspielerisch wie stimmlich extrem viel.“ Kein Wunder also, dass die Tickets für die Salome Hauptprobe beim Eröffnungsfest am vergangenen Samstag im Nu vergriffen waren.
Tickets zum halben Preis für den Opernhaus-Tag am 27. September mit Salome von Richard Strauss können am Tag selbst ab 12 Uhr an der Billettkasse erworben werden. Sollte ein Opernhaus-Tag auf einen Sonntag fallen, so werden die ermässigten Tickets bereits am Samstag ab 12 Uhr an der Billettkasse ausgegeben und gelten dann für die am Sonntag stattfindenden Vorstellungen.
Die künftigen Opernhaus-Tage werden im Opernhaus Magazin, im Monatsspielplan auf der Website des Opernhauses Zürich ab dem 20. des Vormonats angekündigt.
Weitere Opernhaus-Tage:
07.10.2012 1. Philharmonisches Konzert
Fabio Luisi, Thomas Zehetmair, Phiharmonia Zürich
Werke von Frank Martin und Robert Schumann
07.10.2012 Jenufa Leoš Janáček
20.10.2012 Jenufa Leoš Janáček
Opernhaus Zürich engagiert Nikitin
Es war ein Eklat, der international Schlagzeilen machte: Kurz vor der Eröffnung der Bayreuther Festspiele im Juli entdeckte man auf dem Körper des Opernsängers Jewgeni Nikitin Hakenkreuz-Tätowierungen. Der bereits in New York und München gefeierte Bariton, einst Black-Metal-Band-Mitglied, reiste ab. Jetzt hat das Opernhaus in Zürich den 38-jährigen Russen verpflichtet. Das schreibt die Zeitung «Der Sonntag». Nikitin soll im «Parsifal» singen.
«In erster Linie ein toller Künstler»
Für den neuen Operndirektor Andreas Homoki ist das kein Problem: «Klar wird Nikitin in Zürich singen», bestätigt er. «Nikitin ist für uns in erster Linie ein toller Künstler. Ich sehe dieses Tattoo als eine Jugendspinnerei und würde sie nicht überbewerten», sagt Homoki zum «Sonntag». Dass man in Bayreuth «übersensibel» reagiert habe, erklärt er mit der «dortigen Vorgeschichte». Hitler hatte eine besondere Vorliebe für Bayreuth gehabt. «Obwohl man als Opernhaus in einem politischen Kontext steht und darauf achten muss, wie man wahrgenommen wird, sollte diese Wahrnehmung doch vor allem über die künstlerischen Aussagen laufen und nicht über die private Vorgeschichte eines Sängers», so Homoki weiter.(dpa)
Dietrich Fischer-Dieskau gestorben

Der Bariton Dietrich Fischer-Dieskau galt als "Jahrhundertsänger", er machte eine bedeutende Karriere als Opernsänger, Musikpädagoge und vor allem grandioser Gestalter der Kunst des Liedes.
Seine Sängerlaufbahn begann 1947, als er ohne Probe für einen erkrankten Solisten im "Deutschen Requiem" von Brahms einsprang. Im Herbst 1947 gab er seinen ersten Liederabend in Leipzig. Wenig später trat er höchst erfolgreich im Berliner Titania-Palast auf. Im Herbst 1948 verpflichtete man ihn als ersten lyrischen Bariton an die Städtische Oper Berlin, wo er als Marquis Posa in Verdis "Don Carlos" debütierte.
Im gleichen Jahr spielte Fischer-Dieskau erstmals Schuberts "Winterreise" ein, von der er im Laufe seiner Karriere noch weitere acht Aufnahmen auf den Markt brachte.
Ab 1954 war er ständiger Gast in Bayreuth, ab 1956 in Salzburg. Die Kritiker rühmten immer wieder die verantwortungsbewusste Genauigkeit seiner Interpretationskunst und die enorme stimmliche Schattierungsfähigkeit.
Bevorzugt sang Fischer-Dieskau an der Deutschen Oper in Berlin. Gerne gastierte er an der Wiener Staatsoper, am Münchner Nationaltheater, an der Londoner Covent Garden Opera und der New Yorker Carnegie Hall (erster Auftritt 1964). Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn gehörten die Teilnahme an der Uraufführung von Benjamin Brittens "War Requiem" bei der Einweihung der neuen Kathedrale im britischen Coventry im Jahr 1962.
Aufbauarbeit leistete Fischer-Dieskau, den man vielfach mit dem Lied des 19. Jahrhunderts verband, immer wieder für Komponisten des 20. Jahrhunderts: So Hans Werner Henze, der die Hauptrolle seiner "Elegie für junge Liebende" für den Bariton schrieb. Der Sänger nahm sich Winfried Zilligs "Troilus und Cressida" und Gottfried von Einems "Dantons Tod" an, sang die Baritonrollen in Hindemiths "Mathis der Maler", Busonis "Doktor Faust" und Bergs "Wozzeck". 1978 übernahm er die Titelrolle in der Uraufführung von Aribert Reimans "Lear". Am 31. Dezember 1992 verabschiedete sich Fischer-Dieskau von der Bühne mit einem Galaabend in der Bayerischen Staatsoper.
Einen kongenialen Begleiter hatte Fischer-Dieskau in Gerald Moore, mit dem er in den siebziger Jahren alle Schubert-Lieder für Männerstimme einspielte. Als Schubert-Gestalter hatte der Sänger nach Meinung des Kritikers Joachim Kaiser nur einen wirklich gefährlichen Konkurrenten: sich selbst.
Am Freitag ist Dietrich Fischer-Dieskau im bayerischen Berg bei Starnberg kurz vor seinem 87. Geburtstag gestorben. Das teilte seine Frau, die Sopranistin Julia Varady mit.
Quelle: sha/dpa
Leandra Overmann gestorben

- L.Overmann, Foto: opern-freund.de
Die Mezzosopranistin Leandra Overmann ist tot. Sie starb am Freitag im Alter von 55 Jahren, wie das Theater Freiburg und das Staatstheater Stuttgart mitteilten. Die in Belgrad geborene Overmann war an beiden Häusern seit 2006 als Sängerin aktiIm vergangenen Februar hatte sie in Freiburg mit dem Stück „Das Kind und die Zauberdinge“ ihre erste Regiearbeit vorgelegt. In der kommenden Spielzeit wollte sie in Stuttgart mit ihrem Rollenporträt der Kabanicha in der Oper „Katja Kabanova“ von Leo Janácek zurückkehren, mit dem sie bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten zu sehen war.
Overmann starb den Angaben zufolge nach kurzer, schwerer Krankheit. Sie war seit den 70er Jahren an wichtigen europäischen Bühnen engagiert, seit 1977 in Deutschland. Fest engagiert war sie unter anderem in Basel, Bonn und Hannover.
dpa
Persönlich blicke ich voll Dankbarkeit auf vier bewegende Opernabende mit ihr zurück: als Küsterin, Eboli, Klytämnestra und in MAZEPPA in Bern. Sie gab stets alles, lebte die Rollen mit Blut, Schweiss und Tränen. Der plakative Schöngesang war ihr kein Anliegen, der Ausdruck und die Rolleninterpretation standen an erster Stelle. Anlässlich von Begegnungen neben und hinter der Bühne lernte ich Frau Overmann als humorvolle, warmherzige Frau kennen und schätzen.
XI. St. Petersburg International Ballet Award DANCE OPEN an Iana Salenko, Dinu Tamazlacaru und Vladimir Malakhov verliehen

Berlin, 19. April 2012 --- Iana Salenko, Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, Solotänzer Dinu Tamazlacaru und Vladimir Malakhov, Intendant des Staatsballetts Berlin, wurden am 16. April beim internationalen Ballettfestival DANCE OPEN in St. Petersburg ausgezeichnet. Der höchste Preis des Festivals, der „Grand Prix DANCE OPEN“, ging an Iana Salenko. Vladimir Malakhov erhielt eine Ehrung für herausragende Beiträge zur Entwicklung des Balletts und Dinu Tamazlacaru wurde mit dem „Mr. Expressivity Award“ ausgezeichnet.
Der XI. St. Petersburg International Ballet Award DANCE OPEN honoriert jährlich die Leistung von Tänzerinnen und Tänzern, die sich durch eine virtuose Technik und herausragende künstlerischen Fähigkeiten auszeichnen. Leiterin des Festivals, Catherine Galanova, übergab die höchste Auszeichnung, den „Grand Prix DANCE OPEN“, an Iana Salenko, Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin. Vladimir Malakhov erhielt den Preis für herausragende Beiträge zur Entwicklung des Balletts von Alexander Prochorenko, Vorsitzender des Ausschusses für Außenbeziehungen von St. Petersburg.
Unter der Leitung von Natalia Makarova verlieh die internationale Jury im Museum für Völkerkunde in St. Petersburg Preise in neun Kategorien. Weitere Preistäger sind Jon Acosta (English National Ballet), Jewgenija Obraztsova (Bolschoi-Theater), Maria Eichwald (Stuttgarter Ballett), Jiří Bubeníček (Semperoper Ballett) und Otto Bubeníček (Hamburg Ballett), Daniel Ulbricht (New York City Ballet) sowie Isabel Syaravola (Ballett der Pariser Oper).
Pressemitteilung Staatsballett Berlin
Erste Solotänzerin Polina Semionova verlässt Staatsballett Berlin
Berlin, 7. März 2012 --- Polina Semionova, Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, hat die Intendanz des Staatsballetts Berlin darum gebeten, vorzeitig zum Ende der laufenden Spielzeit aus ihrem gültigen, bereits bis zum Sommer 2013 verlängerten Vertrag, entlassen zu werden. Mit Bedauern lässt Vladimir Malakhov, Intendant des Staatsballetts Berlin, Polina Semionova gehen. Dennoch respektieren er und das Staatsballett Berlin diesen Schritt.
Vladimir Malakhov hat Polina Semionova an der Ballettschule des Bolschoi Theaters entdeckt und erkannt, dass es sich bei ihr um eine äußergewöhnlich talentierte Tänzerin handelt. Er engagierte sie im Alter von nur 17 Jahren als Erste Solotänzerin nach Berlin.
Seit ihrer ersten Spielzeit 2002|03 förderte Malakhov die künstlerische Entwicklung von Polina Semionova und gab ihr Gelegenheit, ihr Talent zur vollen Entfaltung zu bringen, indem er ihr sehr früh die großen Titelpartien des Repertoires, wie z.B. Odette/Odile und Tatjana, anvertraute und Gast-Choreographen auf sie aufmerksam machte. Seine weltweiten Verbindungen als Startänzer öffneten Polina Semionova zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Türen zu einer internationalen Karriere, die sie sich erfolgreich erarbeitete.
(Pressemitteilung Staatsballett Berlin)
Cecila Bartoli erhält Karajan Musikpreis

- copyright: Opernhaus Zürich, Suzanne Schwiertz
Cecilia Bartoli erhält den Herbert von Karajan Musikpreis 2012 |
Der Herbert von Karajan Musikpreis geht in diesem Jahr an die italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli. Er wird im Rahmen eines Galakonzertes am 30. November 2012 im Festspielhaus Baden-Baden verliehen. “Wir würdigen mit dieser Auszeichnung die herausragende Künstlerpersönlichkeit Cecilia Bartoli und ihr stetiges Bemühen um die Wiederentdeckung vergessener Schätze der Musikgeschichte. Cecilia Bartoli nutzt ihre große Popularität, um heutzutage vernachlässigte Kapitel der klassischen Musik wieder einem großen Publikum bekannt zu machen und gleichzeitig der klassischen Musik generell in der Gesellschaft eine starke Stimme zu geben”, sagte der Kuratoriums-Vorsitzende Dr. Clemens Börsig. |
Rita Gorr gestorben

Am 22. Januar ist die belgische Sängerin Rita Gorr im Alter von knapp 86 Jahren in Spanien gestorben. Die Mezzosopranistin zählte zu den Stützen der Pariser Oper. Sie brillierte u.a. als Dalila, Amnéris, Carmen, Charlotte, Eboli, Venus. In Bayreuth sang sie Ortrud und Fricka. Gerüchte, wonach Régine Créspin gegen Gorr anlässlich einer geplanten Aufführungsserie von DIALOGUES DES CARMÉLITES intrigiert haben sollte, hielten sich lange, wurden aber von den Beteiligten dementiert.
Noch 2007 trat Rita Gorr in Gent und Antwerpen in PIQUE DAME auf.
Neue Auflagen für den Betrieb der Zürcher Oper
Der Kanton Zürich nimmt mehr Einfluss auf das Opernhaus-Programm als bisher. Auch soll die Kostenkontrolle verbessert werden.
Die neue Leistungsvereinbarung legt unter anderem die genaue Anzahl der Opern- und Ballettaufführungen, der Neuinszenierungen und der zeitgenössischen Opern fest.
Der Kanton verpflichtet sich seinerseits, den Betrieb und allfällige Bauvorhaben des Opernhauses mitzufinanzieren, wie der Regierungsrat am Freitag mitteilte. Dies tat er schon bisher. Im laufenden Jahr beträgt der Staatsbeitrag 80,8 Millionen Franken, wie Benjamin Tommer, Kommunikationsbeauftragter der Direktion der Justiz und des Innern, zur sda sagte.
Eine zeitgenössische Oper pro Spielzeit
Schon bisher galten gewisse Vereinbarungen zwischen Opernhaus und Kanton. Die Leistungsvereinbarung hält sie neu präziser und verbindlicher fest. So pflegt das Opernhaus nicht mehr generell die zeitgenössische Musik, sondern führt explizit mindestens eine zeitgenössische Oper pro Spielzeit auf. Zudem hat sie alle zwei Jahre einen Kompositionsauftrag für eine Oper oder eine Kinderoper zu erteilen.
Pro Saison beschränkt die Leistungsvereinbarung die Zahl der Neuproduktionen auf 10 bis 14. Bisher waren es 16 oder 17, wie der kaufmännische Opernhausdirektor Otto Grosskopf sagte. Dies habe «teils grosse Belastungen» mit sich gebracht. Zudem ergab eine 2008 im Auftrag des Kantons erstellte Studie, dass das Publikum mehr Wiederaufnahmen wünscht. Die Reduktion macht laut Grosskopf Sinn.
Kontingent günstiger Tickets
Damit nicht nur Gutbetuchte Aufführungen im Opernhaus besuchen können, hält die Leistungsvereinbarung fest, dass pro Saison mindestens 30'000 Tickets zu 15 bis 75 Franken verkauft werden. Laut Grosskopf müssen mindestens 20 Volksvorstellungen angeboten werden. Die übrigen günstigen Karten werden kurzfristig für normale Vorstellungen verkauft.
In die Erarbeitung der Leistungsvereinbarung wurde laut Grosskopf auch der neue Intendant des Opernhauses, Andreas Homoki, einbezogen. Es ist die erste derartige Leistungsvereinbarung zwischen Opernhaus und Kanton, wie es in der Mitteilung heisst. Der bisherige Subventionsvertrag regelte die Angelegenheiten nur in groben Zügen.
Alljährliche Kostenüberprüfung
Hintergrund der Neuerung war der Anspruch des Kantonsparlamentes, beim Opernhaus mehr mitreden zu können. Der Kantonsrat stimmte im Februar 2010 dem revidierten Opernhausgesetz und im März 2011 dem Grundlagenvertrag zu. Neu legt das Parlament jedes Jahr fest, wie viel Geld das Opernhaus vom Kanton erhält. Bisher sprach der Kantonsrat jeweils mehrjährige Rahmenkredite.
(sda)
Sena Jurinac gestorben
Nur einen Monat nach ihrem 90. Geburtstag ist Kammersängerin Sena Jurinac nach schwerer Krankheit in Augsburg verstorben. Das melden die Freunde der Wiener Staatsoper, deren erstes Ehrenmitglied sie war.
Sena Jurinac
Sena (eigentlich Srebenka) Jurinac wurde am 24. Oktober 1921 in Travnik (Bosnien) als Tochter eines Arztes geboren, ihre Mutter war Wienerin. Nach der Schule besuchte sie die Musikakademie in Zagreb, wo Milka Kostrencic einen wesentlichen Anteil an ihrer Stimmausbildung hatte. An die Wiener Staatsoper engagiert wurde Jurinac 1944 von Karl Böhm, nachdem sie zwei Jahre zuvor an der Zagreber Oper erstmals auf der Bühne gestanden war.
Ihr Wien-Debüt gab Jurinac am 1. Mai 1945 an der Volksoper als Cherubino in Mozarts "Hochzeit des Figaro". Seither gehörte "die Jurinac" der Wiener Staatsoper an, deren Ehrenmitglied sie bis zuletzt war. Ihr leuchtend warmer lyrischer Sopran und ihre sensible Rollengestaltung machten sie in den 1940er und 1950er Jahren zu einer der berühmtesten Exponentinnen des Wiener Mozart-Ensembles.
Noch in den 1980er Jahren trat Jurinac in Wien als Marschallin und als Küsterin in "Jenufa" auf. Die als Mozart- und Strauß-Interpretin gerühmte Künstlerin war auch als Lied- und Oratoriensängerin erfolgreich. Es gibt zahlreiche Aufnahmen auf Schallplatte und CD und auch eine Reihe von Filmen.
1982 nahm Jurinac, die in erster Ehe mit dem italienischen Bariton Sesto Bruscantini verheiratet war, Abschied von der Bühne.
<http://oe1.orf.at/artikel/291402>
Preise für Theater Biel-Solothurn
Das Theater Biel Solothurn hat am Internationalen Opernfestival „Armel Opera Festival and Competition“ im ungarischen Szeged zwei Preise gewonnen. Die 25-jährige portugiesische Sopranistin Raquel Camarinha wurde mit dem mit 10’000 Euro dotierten Grossen Preis als beste Sängerin des Opernwettbewerbs ausgezeichnet.
Raquel Camarinha singt die Rolle der Ermione in der Oper „Antigona“ von Josef Myslivecek, mit welcher das Theater Biel Solothurn am Finale des Opernfestivals im ungarischen Nationaltheater in Szeged teilgenommen hatte. Das zehntägige Festival ist am Wochenende mit einer Gala und der Preisverleihung zu Ende gegangen.
Zudem ist das Theater Biel Solothurn mit dem von Fernsehsender ARTE France gestifteten Publikumspreis des Festivals ausgezeichnet worden. Die fünf Opernproduktionen, welche im Finale des Festivals standen, wurden von ARTE aufgezeichnet und sind online zu sehen (http://liveweb.arte.tv/de/video/Antigona_beim_Wettbewerb_der_Armel_Oper/).
Zum Finale eingeladen waren neben Biel Solothurn (Schweiz) die Oper Krakau (Polen) mit Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“, die Oper Pilsen (Tschechien) mit Giuseppe Verdis „Rigoletto“, das Center for Contemporary Opera in New York (USA) mit der Uraufführung von Michael Dellairas „The Secret Agent“ sowie die Oper Szeged (Ungarn) mit Riccardo Zandonais „Francesca da Rimini“.
Das Opernfestival „Armel Opera Festival and Competition“ fand von 6. bis 15. Oktober zum vierten Mal statt. Die Jury bewertete nicht nur stimmliche Qualitäten und Gesangstechnik der Finalisten, sondern auch Bühnenpräsenz, Ausstrahlung und schauspielerische Begabung.
Die 1773 entstandene „Antigona“ des Mozart-Zeitgenossen Josef Myslivecek (1737-1781) kam am 10. September 2011 in einer Inszenierung von Andreas Rosar am Stadttheater Biel zur Schweizer Erstaufführung. „Antigona“ ist noch bis Mitte Januar am Stadttheater Biel und bis Ende Dezember im Stadttheater Solothurn zu sehen.
(Medienmitteilung Theater Biel-Solothurn)
Seiffert muss Zürcher OTELLO absagen
Nachtrag: Peter Seiffert hat nun sämtliche OTELLO Vorstellungen in Zürich abgesagt. José Cura übernimmt alle Termine bis auf einen im Juni 2012. Da wird noch ein Sänger für die Titelpartie gesucht.
Peter Seiffert, der am 20.Oktober 2011 in der Neuproduktion von „Otello“ erstmals die Titelrolle hätte singen sollen, hat eine schwere Bronchitis, die ihn daran hindert, während den nächsten 8 bis 10 Tagen zu singen und an den Proben teilzunehmen, die er natürlich für dieses Debüt benötigt hätte. Peter Seiffert kann erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Produktion einsteigen.
An dieser Stelle sind wir ausserordentlich glücklich und dankbar, dass José Cura, der zweifellos einer der zur Zeit bedeutendsten „Otellos“ der Opernwelt ist, sich aus grosser Verbundenheit mit dem Opernhaus Zürich bereit erklärt hat, in der Premiere und den fünf Folgevorstellungen die Titelrolle zu singen.
(Medienmitteilung Opernhaus Zürich)
Philipp Jordan folgt auf Luisi in Wien
Der 36-jährige Schweizer Philippe Jordan wird der neue Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Er folgt in der Saison 2014/15 Fabio Luisi nach. Das gaben am Mittwochabend Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, Symphoniker-Präsident Rudolf Streicher und Geschäftsführer Johannes Neubert bekannt.
rotz seines jugendlichen Alters hat der in Zürich geborene Jordan bereits Chefpositionen in Ulm, Berlin, Graz und Paris ausgefüllt. Er hat die Berliner Philharmoniker ebenso dirigiert wie die Wiener, stand in der New Yorker Met ebenso auf dem Podium wie in der Londoner Royal Opera und bei den Salzburger Festspielen.
Philippe Jordan wurde am 18. Oktober 1974 in Zürich geboren. Sein Vater Armin (1932-2006) galt als der bedeutendste Schweizer Dirigent seit Ernest Ansermet und war von 1985 bis 1997 Generalmusikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande.
Der Junior studierte schon mit 16 Jahren am Zürcher Konservatorium Klavier, Violine und Dirigieren und trat danach eine Stelle als Assistent von Jeffrey Tate in Aix-en-Provence an. 1994 wurde der erst 20-Jährige nach Ulm berufen, wo er bald schon zum ersten Kapellmeister aufstieg.
Mit 24 schon Weltklasse
Die endgültige Anerkennung als Weltklasse-Dirigent kam mit dem Engagement an die Staatsoper Unter den Linden Berlin als Assistent von Daniel Barenboim (1998 bis 2002). Zur Zeit leitet Jordan die Opéra national de Paris, kommende Spielzeit debütiert er an der Mailänder Scala und dirigiert die Londoner und Wiener Philharmoniker.
Bevor Jordan sein Amt bei den Wiener Symphonikern 2014 antritt, ist der Klangkörper ein Jahr ohne Leitung, da Fabio Luisis Vertrag 2012/13 ausläuft. Der Italiener tritt in der kommenden Spielzeit die Stelle als leitender Dirigent der New Yorker Met an.
Jordans Vertrag bei den Symphonikern läuft über fünf Jahre. In dieser Zeit will der Jungmaestro seine Position an der Pariser Oper weiterhin ausfüllen. Er werde aber seine Gastdirigententätigkeit so weit wie möglich einschränken, um in Wien vor Ort die nötige Präsenz zu gewährleisten, sagte er am Mittwoch in Wien.
© sda
Opernhaus des Jahres: Théâtre de la Monnaie, Bruxelles
Premiere für das diesjährige "Opernhaus des Jahres": Erstmals gewinnt mit dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel eine Bühne außerhalb des deutschen Sprachraums. Das hat die traditionelle Kritikerumfrage der Zeitschrift "Opernwelt" ergeben. Gleich dreifacher Gewinner ist die Oper Frankfurt: Sie belegt den zweiten Platz und ist damit das wichtigste Opernhaus in Deutschland. Außerdem sind die Musiker der Frankfurter Oper zum dritten Mal in Folge zum "Orchester des Jahres“ gekürt worden. Ebenfalls in Frankfurt engagiert ist der "Sänger des Jahres“: Bariton Johannes Martin Kränzle, der unter anderem für seine "überragende Leistung“ in der Uraufführung von Wolfgang Rihms "Dionysos“ bei den Salzburger Festspielen gewählt wurde. Das durch Nietzsche-Texte inspirierte Stück ist auch "Uraufführung des Jahres“ (Dirigent: Ingo Metzmacher, Regie: Pierre Audi).
50 Kritiker haben die Opern-Hitliste für die Zeitschrift "Opernwelt" zusammengestellt. Demnach ist der Erfolg des Brüsseler Opernhauses vor allem auf Intendant Peter de Caluwe zurückzuführen: "Ein Mann mit klaren Überzeugungen und langem Atem, der lieber im Hintergrund agiert, mit Künstlern und Mitarbeitern diskutiert, statt sich vor laufender Kamera zu produzieren“, schreibt die Fachzeitschrift am Dienstag.
Die Brüsseler Produktion von Giacomo Meyerbeers "Die Hugenotten“ (Dirigent: Marc Minkowski, Regisseur: Olivier Py) wurde "Aufführung des Jahres“. Die "Nachwuchssängerin des Jahres“ ist die 21 Jahre alte Russin Julia Lezhneva, die in der Inszenierung den Pagen singt. Zum vielfältigen Spielplan von Caluwes Bühne gehörten auch Janáceks "Katja Kabanova“ in der Regie von Andrea Breth und die Uraufführung von Toshio Hosokawas "Matsukaze“, choreographiert von Sasha Waltz.
"Regisseur des Jahres“ ist Achim Freyer für seine Interpretation von Schönbergs "Moses und Aron“ an der Oper Zürich. Zum besten Dirigenten wurde Mariss Jansons gewählt. Der Lette, der nur selten in der Oper dirigiert, wurde von den Kritikern für seine Amsterdamer Neuproduktion von Tschaikowskys "Eugen Onegin“ zum Besten seines Fachs gekürt.
Den "Chor des Jahres“ stellt die Staatsoper Stuttgart. "Wiederentdeckung des Jahres“ ist Mieczyslaw Weinbergs Auschwitz-Oper "Die Passagierin“ über den Mord an den europäischen Juden. Das Werk des über Jahrzehnte vergessenen polnisch-russischen Komponisten erlebte bei den Bregenzer Festspielen in der Regie von Intendant David Pountney seine szenische Uraufführung.
Für seine Ratten und weitere Kostüme für Hans Neuenfels' Bayreuther "Lohengrin“-Inszenierung wurde Reinhard von Thannen "Kostümbildner des Jahres“. "Bühnenbildner des Jahres“ ist Martin Zehetgruber mit seinem "Rusalka“-Raum an der Bayerischen Staatsoper und der beklemmenden "Wozzeck“-Kaserne an der Berliner Staatsoper.
(dpa/abendblatt.de)
Otto Tausk neuer Chefdirigent in St.Gallen

Ab der Saison 2012/2013 übernimmt Otto Tausk die Position des Chefdirigenten von Sinfonieorchester und Theater St. Gallen.
In seiner Heimat ist Otto Tausk als Chefdirigent der Holland Symfonia und als regelmässiger Gast der grossen Orchester des Landes wie Residentie Orkest Den Haag, Radio Filharmonisch Orkest Hilversum und Rotterdam Philharmonisch Orkest längst ein bekannter Name. In Rotterdam genoss er von 2004 bis 2006 als Assistenzdirigent den einzigartigen Vorzug einer engen Zusammenarbeit mit Valery Gergiev. Über seine Aufgabe als Mentor hinaus zeigte Gergiev seine Wertschätzung gegenüber Tausk in Form wiederholter Einladungen zum Philharmonischen Orchester Rotterdam sowie an das Mariinski Theater St. Petersburg. In Utrecht geboren, begann Otto Tausk seine musikalische Karriere als Geiger und wurde für sein Spiel mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Neben dem Violinstudium bei Viktor Liberman und Istvan Parkanyi studierte er Dirigieren bei Jurjen Hempel und Kenneth Montgomery. Weitere Studien führten ihn an das Konservatorium von Vilnius, wo er von dem legendären Dirigenten Prof. Jonas Aleksa unterrichtet wurde - eine Zeit, die ihn stark prägte. Seine Herangehensweise an den Notentext und seine Gabe, ihn den Musikern sowie dem Publikum zugänglich zu machen, sprühen vor Enthusiasmus und Energie. Ihn verbindet daher seit vielen Jahren wiederholte Zusammenarbeit mit zahlreichen Orchestern in ganz Europa, den USA, Australien und Neuseeland. In Kürze erfolgt das Debüt beim Los Angeles Philharmonic Orchestra. Im Musiktheater arbeitete Otto Tausk neben St. Petersburg u.a. in London, Amsterdam und Lyon, eine regelmässige Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit Ensembles für zeitgenössische Musik wie dem Asko Ensemble, der MusikFabrik Köln und der Nieuw Sinfonietta Amsterdam. Kürzlich erschien eine Einspielung von Pfitzner-Liedern beim Label cpo, die in der internationalen Presse sehr gut besprochen und von Classica France mit dem „Choc du mois“ ausgezeichnet wurde. Letzte Saison wurde Otto Tausk für seine intensive Arbeit mit Holland Symfonia mit dem „de Olifant“ Preis der Stadt Haarlem ausgezeichnet. Die Jury hob besonders die innovative und grenzüberschreitende Programmarbeit des Orchesters und seines Dirigenten hervor, welche damit versuchen, ein neues Publikum zu erreichen.
Der designierte GMD des Opernhauses Zürich, Fabio Luisi, verärgert Rom und andere Häuser
Die Römische Oper ist überaus verärgert über den sehr kurzfristigen Rückzug des Dirigenten Fabio Luisi von einer "Elektra"-Produktion. Der an der Met handstreichartig zum Principal Conductor ernannte Luisi ersetzt in New York Levine. Um Levine, der wegen einer Rückenverletzung an der Met erneut ausfällt, zu ersetzen, hat Luisi Engagements in Rom, Genua, Wien und San Francisco zur Empörung dieser Häuser abgesagt. Das verärgerte Teatro dell'Opera di Roma schreibt auf seiner Webseite, es sei von Luisis Abgang überrumpelt worden, und es erwäge Maßnahmen, um den Ruf des Hauses zu wahren. Luisis Verhalten schade der Konzert- und Opernwelt. Luisi wird damit Levine in drei Jahren sehr sicher als Chefdirigent beerben; im kommenden Jahr wird er auch GMD der Oper Zürich.
Salvatore Licitra an den Folgen des Verkehrsunfalls gestorben

(sda/dpa) Der italienische Tenor Salvatore Licitra ist tot. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Montag berichtete, starb der 43-jährige Hoffnungsträger der italienischen Opernmusik in einem Spital auf Sizilien an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls.
Gegen eine Mauer gefahren
Die Angehörigen hätten die Spende seiner Organe gestattet, hiess es. Licitra, der in italienischen Medien als der neue Luciano Pavarotti gehandelt wurde, war vor neun Tagen mit einem Motorroller in der Nähe von Ragusa gegen eine Mauer gefahren.
Offensichtlich ohne Helm unterwegs, trug er bei dem Aufprall schwere Verletzungen an Schädel, Gesicht und Brustkorb davon. Der Sänger wurde ins Spital Garibaldi in Catania geflogen und sofort operiert, fiel aber dennoch in ein von den Ärzten als «sehr schwer» eingestuftes Koma, aus dem er nie wieder erwachen sollte.
Der 1968 in Bern in der Schweiz geborene Sänger war in der Provinz Ragusa auf Sizilien, um dort Anfang September einen Preis in Empfang zu nehmen. Die bevorzugten Partien des Tenors stammen aus den Opern von Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini.
Den internationalen Durchbruch schaffte Licitra im Jahr 2002, als er kurzfristig für Pavarotti an der New Yorker Metropolitan Opera als Cavaradossi in Puccinis «Tosca» einsprang und das Publikum zu Ovationen hinriss.
In Zürich war er u.a. als Andrea Chénier, Cavaradossi. Manrico und Radames zu hören.
Erfolgreiche Festspiele 2011 in St.Gallen
So erfolgreich wie 2011 waren die St.Galler Festspiele noch nie. Im 6. Jahr ihres Bestehens können die Festspiele die bislang höchsten Besucherzahlen vorweisen. Insgesamt erlebten über 15.000 Besucher die Festspieloper, den Tanz und die Konzerte.
Die St.Galler Festspiele fanden vom 24. Juni – 8. Juli 2011 statt. Das Herz der Festspiele ist die Open-Air-Aufführung einer selten gespielten Oper auf dem Klosterhof in St.Gallen. In diesem Jahr wurde Giuseppe Verdis Oper «I Lombardi alla prima crociata» unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani aufgeführt. Vor der eindrücklichen Kulisse der St.Galler Kathedrale erlebten die Zuschauer die Oper, die vor dem Hintergrund des ersten Kreuzzuges spielt und unmittelbar nach «Nabucco» entstanden ist, in der Inszenierung von Guy Montavon. Petrus meinte es auch in diesem Jahr gut mit den Festspielen und so konnten alle Vorstellungen auf dem Klosterhof stattfinden. Insgesamt vier der sieben angesetzten Vorstellungen waren ausverkauft, die Platzausnutzung konnte auf 95% gesteigert werden.
In der Kathedrale kam es in diesem Jahr zu einer ungewöhnlichen Begegnung zwischen der Tanzkompagnie des Theaters St.Gallen und den beiden Chören Collegium Vocale St.Gallen und Tablater Konzertchor St.Gallen. Zur Musik von Paul Giger, die eigens für die Kathedrale entstanden ist, entstand in der Choreografie von Tanzchef Marco Santi ein stimmungsvoller Tanz- und Konzertabend, der die Zuschauer begeisterte. Hier lag die Auslastung bei traumhaften 100%.
Abgerundet wurden die St.Galler Festspiele durch ein sehr ambitioniertes Konzertprogramm, das auch in diesem Jahr seinen Schwerpunkt bei alter Musik setzte. Inhaltlich lehnen sich die Konzerte jeweils an das Thema der Oper an, so dass das Verhältnis von «Orient und Okzident» im Mittelpunkt stand. Dies war auch der Titel des Konzertes von Jordi Savall, in St.Laurenzen, das neben dem Festkonzert wohl als Höhepunkt des Programms angesehen werden darf.
Erstmals sind die St.Galler Festspiele im Jahr 2011 eine Kooperation eingegangen. Bei den Domfestspielen in Erfurt, deren Intendant der diesjährige Regisseur Guy Montavon ist, wird die Inszenierung von «I Lombardi alla prima crociata » im Jahr 2012 noch einmal zu sehen sein. In St.Gallen besinnt man sich im kommenden Jahr auf einen grossen europäischen Stoff: «La damnation de Faust», von Hector Berlioz steht ab dem 22. Juni 2012 auf dem Spielplan der 7. St.Galler Festspiele.
(Medienmitteilung Theater St.Gallen)
Matti Salminen erhält den Zürcher Festspielpreis

Zum fünften Mal wird im Rahmen der Zürcher Festspiele der Zürcher Festspielpreis vergeben. Dieser würdigt herausragende künstlerische Leistungen für die Zürcher Festspiele. Als Jury wirkt die Künstlerische Kommission der Festspielstiftung unter dem Vorsitz von Alexander Pereira. Der Zürcher Festspielpreis wird von der Bär-Kaelin Stiftung ermöglicht, die sich in der Förderung von Kunst und Kultur engagiert. Der Preis ist mit CHF 50000 dotiert. Die Preisträger: 2007 Heinz Holliger, 2008 Luc Bondy, 2009 György Kurtag. Weitere Informationen unter www.bär-kaelinstiftung.ch
Mit dem Zürcher Festspielpreis 2011 wird ein Sänger geehrt, der über 40 Jahre auf der Bühne steht und sich beinahe ebenso lang der Zuneigung und Verehrung des Zürcher Publikums erfreut: 1972 trat der finnische Bass Matti Salminen erstmals als Sarastro am Opernhaus auf und hat allein diese Partie in nicht weniger als drei Neuinszenierungen an der Zürcher Oper gesungen. Seit 1984/85 ist er hier Ensemblemitglied, was ihn nicht hindert, auf den grossen Bühnen der Welt präsent zu sein, angefangen von den Bayreuther Festspielen bis hin zum Festival von Savonlinna in seiner Heimat. Von Monteverdis Seneca über die grossen Mozartpartien, Beethovens Rocco, Webers Kaspar, Verdis König Philipp, Mussorgskis Boris Godunow, Tschaikowskis Fürst Gremin bis hin zur Uraufführung neuer Werke (so etwa Rautavaaras «Rasputin») - und natürlich immer wieder Wagner: Der «Ring», Daland, Gurnemaz, König Marke... Unvergesslich und unvergleichlich wie Matti Salminen in den Tristan-Aufführungen der letzten Jahre am Ende des zweiten Aktes zum Zentrum des ganzen Abends wird. Der ob der Treuelosigkeit bis ins Mark erschütterte König Marke erschüttert auch uns, die ergriffenen Zuschauer. Wie viele Farben das Schwarz seiner Stimme hervorbringen kann! Gepaart mit seiner markanten Bühnenerscheinung und der stets intelligenten, unverwechselbaren Rollengestaltung ist Matti Salminen den grossen Regisseuren und Dirigenten immer wieder ein geschätzter Partner.
Überreichung erfolgt am 3. Juli 2011 im Opernhaus Zürich, Beginn 20 Uhr
Vincenzo La Scola gestorben

Im Alter von nur 52 Jahren ist der Tenor Vincenzo La Scola während einer Tournee in der Türkei an plötzlichem Unwohlsein gestorben. Am Opernhaus Zürich trat er oft in Werken von Verdi und Puccini auf. Er sang unter den bedeutendsten Dirigenten des italienischen Repertoires und war auch Harnoncourts Radames in dessen AIDA-Aufnahme. Seine Karriere führte ihn an die grossen Häuser, wie die Met, das Royal Opera House Covent Garden, die Opern in Hamburg, Wien, Rom, Bologna, die Arenen in Verona und Macerata.
Fabio Armiliato debüttiert als Otello

Fabio Armiliato wird ab dem 19. April als Verdis Otello in der Opéra Royal de Wallonie in Lièges zu erleben sein. Als Desdemona singt Daniela Dessì an der Seite ihres Gemahls, Giovanni Meoni gibt den Jago und Paolo Arrivabeni wird dirigieren.
Claus Helmut Drese gestorben
Claus Helmut Drese wurde am 25. Dezember 1922 in Aachen geboren und studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft in Köln, Bonn und Marburg/Lahn. Nach ersten Erfahrungen als Dramaturg und Schauspieler begann er auch Regie zu führen. Von 1952 bis 1959 wirkte er als Chefdramaturg und Regisseur am Nationaltheater Mannheim. Nach einer Intendanz in Heidelberg übernahm er 1963 die Leitung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. 1968 wurde er Generalintendant für Oper und Schauspiel in Köln. 1975 folgte Dr. Claus Helmut Drese dem Ruf an das Opernhaus Zürich, das er in den elf Jahren seiner Intendanz entscheidend geprägt hat. Ihm ist es in dieser Zeit gelungen, ein Haus mit beschränkten Mitteln zu einer Bühne von Weltruf zu gestalten. Unter seiner Leitung wurden die künstlerischen, räumlichen und technischen Möglichkeiten an heutige Erfordernisse angepasst. Auf die Spielzeit 1985/86 erfolgte die künstlerische Trennung des Opernhaus-Orchesters vom Tonhalle-Orchester. Diese Lösung gestattete es dem Opernhaus, an Tagen, die nicht vom Theaterbetrieb in Anspruch genommen werden, Konzerte mit dem eigenen Orchester durchzuführen – ein wichtiger Schritt zur Identifikation des Orchesters mit dem Opernhaus als Institution. Eine der schwierigsten Aufgaben in der Direktionszeit Claus Helmut Dreses war der Um- und Erweiterungsbau des Opernhauses Zürich, der moderne Produktionsbedingungen für die auf und hinter der Bühne beschäftigten Mitarbeiter ermöglichte. Während der zweijährigen Umbauphase führte Claus Helmut Drese den Opernbetrieb nicht nur in räumlichen Provisorien weiter, sondern wartete immer wieder mit ungewöhnlichen Spielplan-Ideen auf. Aus der Not heraus wurden Lösungen gefunden, die vielen Opernbesuchern als bleibende Theatererlebnisse in Erinnerung geblieben sind, seien es „Aida“ oder „Boris Godunow“ im Hallenstadion oder Händels „Saul“ und Orffs „Antigonae“ im Kongresshaus. Nach dem Umbau wurde das Opernhaus am 1. Dezember 1984 mit einer festlichen Gala und, als ersten regulären Aufführungen, Wagners „Meistersingern von Nürnberg“ und der Uraufführung von Kelterborns „Kirschgarten“ eröffnet. Eine (unvollständige) Aufzählung der an der Gala beteiligten Künstler gibt einen Begriff, auf welchem Niveau das Ensemble – inklusive der ständigen Gäste – angesiedelt war; einige dieser Sänger sind dem Haus bis heute verbunden: Agnes Baltsa, Mirella Freni, Sona Ghazarian, Gwyneth Jones, Lucia Popp, Mara Zampieri, José Carreras, Nicolai Ghiaurov, Thomas Hampson, Siegfried Jerusalem, Günther von Kannen, Alfredo Kraus, Juan Pons uvm.
Der grösste Meilenstein der Ära Drese war zweifellos der längst in die Theatergeschichte eingegangene Monteverdi-Zyklus mit Nikolaus Harnoncourt und Jean-Pierre Ponnelle. Auch wenn die drei Opern aus
der Frühzeit des Genres schon hier und da anderswo aufgeführt worden waren, ging der eigentliche
Impuls zur Wiedergewinnung dieser drei Juwelen für das Opernrepertoire und zur Erweiterung des Repertoires in Richtung Barockoper von den Zürcher Aufführungen des „Orfeo“, der „Incoronazione di
Poppea“ und des „Ritorno d’Ulisse in patria“ aus. Die drei Aufführungen sind auf Tonträger dokumentiert;
sie gingen auf Gastspiel und wurden in sieben europäischen Städten (darunter an der Mailänder Scala) begeistert aufgenommen. Drese begann mit Ponnelle und Harnoncourt auch einen Mozartzyklus, der
unter seinem Nachfolger Christoph Groszer fortgesetzt und mit insgesamt acht Werken zu Ende
gebracht wurde. Götz Friedrich war ein prägender Regisseur, den Drese nach Zürich geholt hatte.
Genannt seien ausserdem Otto Schenk, August Everding, Yuri Ljubimow und Nikolaus Lehnhoff.
Immer wieder bestätigte Claus Helmut Drese seinen Ruf, ein kluger „Taktiker“ des Spielplans zu sein,
der es verstand, sein Publikum sowohl zu bestätigen, als auch zu provozieren. In elf Spielzeiten
gelang ihm in Zürich eine glückliche Mischung aus Tradition und Erneuerung, Bestätigung und Herausforderung. Dreizehnmal trat er in diesen Jahren selbst als Regisseur in Erscheinung, so u.a.
mit Beethovens „Fidelio“, Puccinis „La Bohème“, Wagners „Fliegendem Holländer“ und „Tristan“,
Verdis „Falstaff“, Bellinis „Norma“ oder Hindemiths „Mathis der Maler“. Von 1987 bis 1989 entstand
als seine letzte Zürcher Regiearbeit die Inszenierung von Wagners „Ring des Nibelungen“.
Sein Zürcher Geheimnis, so hat er es in einem Interview einmal bekannt, sei, sich „dem Betrieb unterzuordnen und mit allen freundschaftlich und vernünftig zu planen und zu arbeiten.“
Als Claus Helmut Drese 1986 dem Ruf folgte, Direktor der Wiener Staatsoper zu werden,
war das Opernhaus Zürich in die Spitzengruppe der europäischen Musiktheater vorgedrungen.
Bis zuletzt ist er dem Opernhaus Zürich als kenntnisreicher Gesprächspartner und reger
Opernbesucher verbunden geblieben.
Claus Helmut Drese verstarb am 10. Februar 2011.
„Mit Claus Helmut Drese verliert die Opernwelt eine ihrer ganz wenigen Integrationsfiguren. Zahllose
Sänger, Regisseure und Dirigenten haben seinen Namen immer mit grossem Respekt ausgesprochen
und wurden angesteckt durch seine Begeisterungsfähigkeit und Liebe zum Theater und seinen
Menschen.“
Alexander Pereira
(Medienmitteilung Opernhaus Zürich)
Opernhaus Zürich schliesst Saison 09/10 mit Defizit ab
Das Defizit von 4,92 Millionen Franken resultiert aus einem Gesamtaufwand von 134,66 Millionen Franken und Erträgen von 129,73 Millionen, wie die Verantwortlichen am Donnerstag vor den Medien in Zürich ausführten.
Gemäss Verwaltungsratspräsident Josef Estermann haben mehrere Faktoren den Fehlbetrag verursacht: Wegen der Wirtschaftskrise gingen die Vorstellungseinnahmen zurück, ebenso die Sponsorenbeiträge. Zudem mussten zusätzliche 800'000 Franken Rückstellungen für Ferienguthaben und Überzeiten gebildet werden.
Des weiteren fielen Mehrkosten von 2,2 Millionen Franken im künstlerischen Bereich an. Für einmal sei die sogenannte Vorwärtsstrategie - teure Künstler sorgen für hohe Einnahmen - jedoch nicht aufgegangen, sagte Estermann.
Auf Vorstellungsbesuche und Einnahmen habe sich zudem die seit bald zwei Jahren bestehende Baustelle vor dem Opernhaus ausgewirkt. Als Indiz dafür sehen die Verantwortlichen den Rückgang der Umsätze im Bankettbereich von 1,3 Millionen Franken in der Saison 2006/07 auf 673'000 Franken.
Intendant Alexander Pereira macht bei gewissen Besuchern gar eine "psychologische Abwehrreaktion" wegen der Baustelle aus. Langfristig gesehen werde die neue Platzgestaltung mit dem Parkhaus Opéra jedoch die Attraktivität steigern, meinte er.
Nun gelte es, die Schwierigkeiten im Opernhaus abzufedern, um so dann auch seinem seinem Nachfolger Andreas Homoki (ab Saison 2012/2013) eine "faire Chance" zu geben.
Abfedern soll die finanziellen Schwierigkeiten insbesondere der Kanton Zürich - beispielsweise "mit 2 Millionen Franken aus dem interkantonalen Kulturlastenausgleich", wie Estermann ausführte.
Insgesamt besuchten 247'275 zahlende Besucher eine der 345 Opernhaus-Veranstaltung. Daraus resultierten Einnahmen von 32,83 Millionen Franken. Im Vorjahr kamen 249'319 Besucherinnen und Besucher. Es wurden 346 Anlässe durchgeführt. Dabei nahm man 33,81 Millionen Franken ein.
© sda
Theater Biel-Solothurn: Bilanz 2009/10
Erfolgreiche Spielzeit 2009/2010 am Theater Biel Solothurn
Steigerung der Besucherzahl um 15% - Gesamtauslastung von 66%
Insgesamt 314 Vorstellungen mit 64'804 Besucherinnen und Besuchern.
Die Besucherzahlen konnten sowohl im Musiktheater wie im Schauspiel gesteigert werden.
Die erfolgreichste Oper der vergangenen Spielzeit ist Mozarts „Die Zauberflöte“ mit 4537 Besuchern und einer Auslastung von 84%. Aber auch Rossinis „Tancredi“ (74%) und Verdis „Il Trovatore“ (70%) verzeichneten eine sehr gute Auslastung.
Die Einnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr bei den Abonnenten leicht um 28'500 Franken und bei den Einzeleintritten deutlich um rund 175'000 Franken. Insgesamt resultiert ein Jahresgewinn von 108'443 Franken. Das Defizit des Vorjahres konnte eliminiert werden, und der Eigenfinanzierungsgrad konnte von 22.4% im Vorjahr auf 24.5% gesteigert werden.
Die Subventionen sind mit 8’191'600 Franken praktisch gleich geblieben wie im Vorjahr.
Jahresbericht Theater St.Gallen
Neue Subventionsordnung entspannt die finanzielle Situation von Konzert und Theater St.Gallen
Dank der neuen Subventionsordnung von Kanton und Stadt St.Gallen, welche seit 2010 in Kraft ist, hat sich die finanzielle Lage der Genossenschaft Konzert und Theater St. Gallen entspannt. Wie aus dem gerade veröffentlichen Jahresbericht hervorgeht, konnte die Saison 2009/2010 mit einem Überschuss von rund 230 000 Franken abgeschlossen werden, ein erster Schritt beim Abbau des aus den letzten Jahren angehäuften Verlustvortrages von rund 1,2 Millionen Franken.
Insgesamt wurden in der Saison 2009/2010 156 169 Karten für 485 Veranstaltungen verkauft. Damit wurde die Gesamtvorstellungszahl noch einmal leicht erhöht. Ein Plus bei den Besuchern konnte der Konzertbereich auf sich vereinen. Fast 21 000 Konzertliebhaber lösten ein Billett für eines der Sinfoniekonzerte, der Meisterzykluskonzerte und der Extrakonzerte. Im Grossen Haus des Theaters kam es im Bereich der Oper ebenfalls zu einer Zuschauersteigerung (+3%), wobei Puccinis Madama Butterfly stolze 87% Platzausnutzung erreichte. In absoluten Zahlen war Verdis Alzira mit 11 819 Besuchern die erfolgreichste Oper der Saison.
Das Musical Der Graf von Monte Christo erreichte auch in seiner 2. Spielzeit eine Platzausnutzung von 99%, gefolgt von Bibi Balù mit 90% . Im Bereich Schauspiel waren die Buddenbrooks die Produktion, die von den meisten Besuchern gesehen wurde, Das Gespenst von Canterville konnte als Kinderstück im Grossen Haus nicht ganz die Erwartungen erfüllen. Die Uraufführung der Komödie Der Wichtigtuer sowie Max Frischs Herr Biedermann und die Brandstifter konnten jeweils eine Platzausnutzung von über 80% erreichen.
Bei den 5. St.Galler Festspielen kam rechtzeitig zur Premiere von Il diluvio universale (Die Sintflut) die Sonne heraus. Alle sieben Openair-Vorstellungen konnten somit bei optimalen Bedingungen auf dem Klosterhof gespielt werden. Die Auslastung lag dabei bei 79%. Grosse Begeisterung löste zudem die Produktion Sacra in der Kathedrale aus. Nach zögerlichem Start stieg die Besucherzahl markant an. Die Konzerte stiessen beim Publikum auch diesmal auf wachsendes Interesse.
Waltraud Meier versus Bernard Haitink
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BASEL ist wieder Opernhaus des Jahres
In der traditionellen Kritikerumfrage der Zeitschrift «Opernwelt» rangiert die Bühne nach 2009 erneut an erster Stelle. Einen solchen «Doppelsieg» errang bisher einzig die Stuttgarter Oper.
Der Erfolg des Theaters Basel gehe vor allem auf die kluge und kommunikative Arbeit von Dietmar Schwarz, dem Leiter der Opernsparte, zurück, heisst es in dem am Freitag erschienenen «Opernwelt»-Jahrbuch. Befragt hatte das Blatt 50 mehrheitlich deutschsprachige Kritiker.
«Nachwuchssängerin des Jahres» wurde zudem Svetlana Ignatovich vom Opernensemble des Theaters Basel, wie das Theater mitteilte. Sie sang in der ausgezeichneten Spielzeit 2009/2010 die Titelpartie der «Madame Butterfly».
Dazu verweise ich auf meine Kritik des BUTTERFLY
Weitere Preisträger
Bester Dirigent ist in der Kritikerumfrage Ingo Metzmacher, bester Regisseur Stefan Herheim
(Der Regisseur Stefan Herheim ist für seine Inszenierung von Richard Strauss’ Der Rosenkavalier am Stuttgarter Opernhaus von der Fachzeitschrift Opernwelt als „Regisseur des Jahres“ ausgezeichnet worden. Unter den fünf Aufführungen, die von der Opernwelt zu den wichtigsten der vergangenen Spielzeit gekürt wurden, ist die Staatsoper Stuttgart gleich mit drei Neuproduktionen vertreten: Neben Herheims Rosenkavalier-Inszenierung wurden Calixto Bieitos Sicht auf Richard Wagners Parsifal und Leoš Janáčeks Katja Kabanova in der Regie von Jossi Wieler und Sergio Morabito gewählt.)
Aufführung des Jahres wurde Verdis «Macbeth» am Brüsseler Theatre de la Monnaie. Beste Sänger sind Marlis Petersen und Christian Gerhaher.
Als «Uraufführung des Jahres» wählten die Experten Aribert Reimanns «Medea» an der Wiener Staatsoper. Cecilia Bartolis CD «Sacrificium» wurde als Einspielung des Jahres bewertet. In dem Album zelebriere sie die Gesangskunst der Kastraten-Ära mit unvergleichlichem Temperament als virtuoses Rollenspiel.
MEDEA IN CORINTO aus St. Gallen auf CD
Die Vorstellungen der quellenkritischen Erstaufführung waren ein international umjubeltes Belcanto-Ereignis. Jetzt gibt es die St.Galler Medea in Corinto auf CD: OehmsClassics nahm die Schlussproben und die Premiere im Oktober 2009 mit dem Sinfonieorchester und dem Theater- und Opernchor St.Gallen auf CD auf. Erinnern Sie sich an einen unvergesslichen Opernabend mit Elzbieta Szmytka (Medea), Lawrence Brownlee (Egeo), Mark Milhofer (Giasone), Evelyn Pollok (Creusa), Wojtech Gierlach (Creonte) u.a. unter der stilkundigen und emotional
packenden musikalischen Leitung von Chefdirigent David Stern. Ein Muss für Freunde der italienischen Oper an der Schwelle zwischen Klassik und Romantik. Zu erwerben an der Theaterkasse des Theaters St.Gallen für nur Fr. 40.–
Neue CD: Norgards„Der göttliche Tivoli“, Stadttheater Bern
Erstmals überhaupt ist eine Opernproduktion des Stadttheaters Bern auf CD aufgenommen worden. Das dänische Label „Dacapo Records“ hat die zeitgenössische Oper „Der göttliche Tivoli“ des dänischen Komponisten Per Norgard, die am 19. September 2008 im Rahmen des Festivals „Biennale Bern“ im Stadttheater zur Premiere gekommen ist, herausgebracht.
Die CD ist unter dem Titel „Per Norgard – The Divine Circus“ als Live-Aufnahme erscheinen. Das dänische Label „Dacapo Records“ mit Sitz in Kopenhagen hat sich mit Aufnahmen von zeitgenössischen Komponisten einen Namen gemacht. Von Per Norgard sind bei „Dacapo“ bisher rund ein Dutzend Aufnahmen veröffentlicht worden.
Der 1932 geborene Norgard hat „Der göttliche Tivoli“ nach Texten des Berner Künstlers Adolf Wölfli geschrieben. Die Oper wurde 1983 im dänischen Arhus uraufgeführt und kam 2007 in Lübeck erstmals in Deutschland auf die Bühne, als Koproduktion mit dem Stadttheater Bern. Dirigent der Aufnahme ist Dorian Keilhack, erster Kapellmeister am Stadttheater Bern.
(Medienmitteilung, Stadttheater Bern)
Neuer Intendant für DOB: Dietmar Schwarz

- Dietmar Schwarz
Der Basler Operndirektor Dietmar Schwarz soll im kommenden Jahr die Nachfolge von Deutsche-Oper-Intendantin Kirsten Harms antreten, die auf die Verlängerung ihres Vertrags verzichtet hatte.
Schwarz, in Biberach an der Riss geboren, ist derzeit Operndirektor am Theater Basel. Kürzlich wurde die Opernsparte des Schweizer Theaters in einer Umfrage des Fachblattes „Opernwelt“ zum Opernhaus des Jahres 2009 gewählt.
Frühere Stationen von Schwarz waren als Dramaturg das Theater Freiburg, das Bremer Theater und die Oper Frankfurt. Von 1990 bis 1993 war er Künstlerischer Leiter des Ruhrgebiet-Festivals „Aufbrechen Amerika“. Im Jahr 1994 ging er als leitender Dramaturg an das Bremer Theater zurück. Von 1998 an war er Operndirektor am Nationaltheater Mannheim, von wo er 2006 in gleicher Funktion an das Theater Basel wechselte.
Harms war in der Spielzeit 2004/05 an die Deutsche Oper gekommen. Heftige Kritik hatte sie wegen der Affäre um die Absetzung der Mozart-Oper „Idomeneo“ nach angeblichen Islamisten-Drohungen einstecken müssen. Gelobt wurde sie für mehrere für Opern-Entdeckungen.
Mit knapp 2000 Plätzen ist die Deutsche Oper das größte Opernhaus in Berlin. An den Berliner Opernhäusern hat bereits ein großes Stühlerücken begonnen. In der Staatsoper Unter den Linden hat Jürgen Flimm die Intendanz an der Seite von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim übernommen. 2012 wird der Australier Barrie Kosky an der Komischen Oper Nachfolger von Intendant Andreas Homoki, der an die Oper Zürich geht und dort die Nachfolge Alexander Pereiras antritt, welcher seinerseits als Leiter der Salzburger Festspiele berufen wurde.

- Christian Spuck ©Staatstheater Stuttgart
Der Choreograf Christian Spuck (40), der seit 2001 als Hauschoreograf am Stuttgarter Ballett engagiert ist, wird mit Beginn der Spielzeit 2012/13 neuer Ballettdirektor am Opernhaus Zürich. Er wird die Nachfolge von Heinz Spoerli antreten, der das Zürcher Ballett dann sechzehn Jahre lang aussergewöhnlich erfolgreich geleitet und zu internationalem Ansehen geführt hat.
Christian Spuck wird - ebenso wie der designierte Intendant Andreas Homoki und der designierte Generalmusikdirektor Fabio Luisi - für fünf Jahre ans Zürcher Opernhaus verpflichtet.
Andreas Homoki, designierter Intendant des Opernhauses Zürich ab der Spielzeit 2012/13:
„Christian Spuck ist aufgrund seiner durch das Klassische Ballett geprägten künstlerischen Biografie einer der ganz wenigen jungen Choreografen, welche die nötigen Voraussetzungen mitbringen, um eine so traditionsreiche Compagnie wie das Zürcher Ballett zu führen. Ganz besonders schätze ich seinen – bei aller Perfektion – immer humorvollen Zugriff auf das klassische Ballettvokabular. Seine Ballette sind in jedem Moment spannendstes Musiktheater. Aber das Wichtigste: Christian ist ein virtuoser Geschichtenerzähler. Mit seiner Berufung ist mein künstlerisches Leitungsteam endlich komplett, und ich freue mich sehr auf eine spannende Zusammenarbeit.“
Christian Spuck (40), designierter Direktor des Zürcher Balletts ab der Spielzeit 2012/2013:
„Ich freue mich sehr über die grosse Verantwortung und Berufung, das Zürcher Ballett ab 2012/2013 zu leiten. Neben der Pflege des Repertoires möchte ich mit Uraufführungen wichtiger Choreografen Akzente setzen und bin gespannt darauf, mit einer technisch wie darstellerisch starken Compagnie und dem Junior Ballett meine Arbeit als Choreograf fort zu führen
Über die geplante fünfjährige Zusammenarbeit mit dem Intendanten Andreas Homoki bin ich hocherfreut. Gemeinsam mit Ihm möchte ich das Zürcher Ballett weiter aufbauen und unsere Begeisterung für spannendes Ballett und Musiktheater mit dem Zürcher Publikum teilen. Ich freue mich auf eine aufregende Zeit in Zürich.“