St.Gallen: DIE JAHRESZEITEN, Ballett, 22.09.2018

Erstellt von Kaspar Sannemann | |   Die Jahreszeiten

Weltliches Oratorium | Musik: Joseph Haydn | Libretto: Baron Gottfried van Swieten, nach dem Versepos von James Thomson | Uraufführung: 24. April 1801 in Wien | Aufführungen dieser Choreographie von Beate Vollack: 22.9. (Uraufführung) | 30.9. | 2.101. | 10.10. | 28.10. | 2.11. | 11.11. | 13.11. | 30.11. | 8.12. 2018

Kritik: erscheint am 23.11. ab 14 Uhr an dieser Stelle

Werk:

Joseph Haydn (1732-1809) schrieb insgesamt vier Oratorien, drei geistliche (IL RITORNO DI TOBIA; DIE SIEBEN LETZTEN WORTE UNSERES ERLÖSERS AM KREUZE; DIE SCHÖPFUNG) und ein weltliches (DIE JAHRESZEITEN). Dieses entstand nach dem grossen Erflog der SCHÖPFUNG und war sein letztes Werk dieser Gattung. Die Komposition nahm wegen Haydns Gesundheitszustand relativ lange Zeit in Anspruch. Der Erfolg schliesslich war gross, aber nicht so überwältigend, wie derjenige der SCHÖPFUNG. Das liegt und lag weniger an der Musik, eher ist der doch etwas betuliche Text dafür verantwortlich, der die vier Jahreszeiten und den Tageslauf im Rahmen des idealisierten Landlebens (im Sinne Rousseaus) preist. Erst am Ende, wenn auf die Bedeutung des Lebens eingegangen wird, erreicht das Libretto eine geistige Tiefe. Nichstdestotrotz sind die Naturschilderungen und die Lobpreisungen des bäuerlichen Lebens dank Haydns Musik von überzeugender Kraft und Eindringlichkeit.

Komponiert hat Haydn das Oratorium für grosses, spätklassisches Orchester, vierstimmigen Chor und die drei Vokalsolisten Simon (Bass), Lukas (Tenor) und Hanne (Sopran), welche das Landvolk repräsentieren.

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